SüdWest Markt

Umfrage 2 Ratgeber 3 Kino 4 Jugend 5 Immobilien 7 Stellenmarkt 17 Umfrage Die wachsende Flut von Verpackungsmüll stößt bei den deutschen Verbrauchern auf zunehmenden Widerwillen. Rund 95 Prozent der Befragten plädierten dafür, die Material- menge bei Verpackungen auf ein Minimum zu reduzieren, heißt es. Seite 2 Alles Grau Automobil Neuwageninteres- senten entscheiden sich immer häufiger für ein graues Auto. Auf den Plätzen 2 und 3: Weiß und Schwarz. Seite 3 Weniger ist mehr DieseWoche Für den Bereich Balingen: Heute mit Balingen aktuell rneut mehr Hochzeiten im Südwesten: 54.556 Paare haben im Jahr 2016 in Baden-Württemberg geheiratet. Damit ist die Zahl der Eheschließungen im drit- ten Jahr in Folge angestiegen und lag so hoch wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Dieses Plus ist nach Angaben des Sta- tistischen Landesamtes vor al- lem darauf zurückzuführen, dass in den vergangenen Jah- ren die Zahl der Frauen und Männer im „heiratsintensiven“ Alter zunahm. Hinzu kam aber auch, dass eine Heirat für deutsche Paare wohl wieder etwas an Attraktivität gewon- nen hat. m Jahr 2016 waren die Männer bei der ersten Ehe- schließung im Schnitt 33,4 Jahre und die Frauen 30,9 Jahre. Damit ist das Durch- schnittsalter, in dem ledige Männer und Frauen vor den Standesbeamten treten, in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen. Noch Mitte der 1980er-Jahre lag das durch- schnittliche Heiratsalter 6 Jah- re niedriger. Dieser Trend hin zu einer späteren Heirat dürfte unter anderem auf die im Schnitt gestiegene Ausbil- dungsdauer zurückzuführen sein, aber auch darauf, dass immer mehr Partner – im Ge- gensatz zu früher – zunächst in einer nichtehelichen Le- bensgemeinschaft leben. Al- lerdings gab es auch im Jahr 2016 Paare, die sehr jung ge- heiratet haben: Bei immerhin 41 Eheschließungen waren so- wohl der Mann als auch die Frau jünger als 20 Jahre alt. Die mit Abstand meisten Män- ner und Frauen, die sich das „Jawort“ geben, gehen auch heute noch als Ledige zum Standesamt. 2016 waren dies sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern rund 80 %. Im Gegenzug hat sich der Anteil der Hochzeiten von Geschiedenen an allen Ehe- schließungen im vergangenen Jahr gegenüber 1970 auf ca. 19 % mehr als verdoppelt. Da- gegen spielen die Wiederver- heiratungen Verwitweter zah- lenmäßig nur eine geringe Rolle (1 %). n red E I Die Zahl der Woche ie schönste Nebensache der Welt dient vor allem einem – der Fusion zwei- er Zellen und Zellkerne. Dabei könnten sich Zellen auch einfach so teilen. Der Frage, warum sich so etwas Aufwendiges wie Sex überhaupt entwickelt hat, sind Forscher aus Deutschland und den Niederlanden jetzt nachge- gangen. Wie sie im Fachblatt Proceedings of the Royal Society B ausführen, diente Sex vermutlich ursprüng- lich vor allem der DNA-Reparatur. Der entscheidende Impuls sei vermutlich in einer Zeit vor etwa zwei Milliarden Jahren zu suchen, in der Lebewesen mit Zellkern entstanden. Die Hypothese der Forscher: Seitdem Lebewesen Sauerstoff atmen, steigt auch die Gefahr durch Schäden an der DNA durch sogenannte Sauer- stoffradikale, die schädlichen Formen des Sauerstoffs. esonders in Stresssitua- tionen reichten die nor- malen Schutzmechanis- men der Zelle oft nicht mehr aus. Die sexuelle Fortpflanzung entwi- ckelte sich daher bereits in den ersten Lebewesen mit Zellkern, den sogenannten Eukaryonten, so die Wissenschaftler. Bei kom- plexen Organismen wie Tieren, Pflanzen oder Pilzen etablierte sich Sex dann als Erneuerungs- prozess für Keimbahnzellen, der auch nachteilige Mutationen eli- minieren kann. Auch die meisten Formen asexueller Fortpflanzung behalten den Wissenschaftlern zufolge die Grundmechanismen der DNA-Reparatur bei. Sex sei also eine körperliche Notwendig- keit, die sich als Folge der Sauer- stoffatmung etabliert habe. a, denn: Hallo, meine Liebe, könntest du mir bitte heute Abend bei der Reparatur unserer DNA be- hilflich sein . . .? n Basti D B N Übrigens s ist die zentrale Frage für die kommende Deka- de, nicht nur in der deutschen Gesellschaft: Wie schaffen wir untereinander so- ziales Gleichgewicht, vermei- den weitere Ausgrenzungen, wie stellen wir gesellschaftliche Teilhabe für armutsgefährdete Kinder, Jugendliche und Senio- ren und für sie ein würdiges Le- bensumfeld sicher. Wer hier heute und morgen nicht nach Lösungen sucht, legt die Lunte für gesellschaftlichen Spreng- stoff, wie Demokratieverdros- senheit und radikales Gedan- kengut, gesellschaftlicher Ego- ismus, bei dem einer den ande- ren ausspielt. Das bedingungs- lose Grundeinkommen oder ei- ne den Lebenshaltungskosten angepasste und immer wieder anzupassende Grundrente al- lein sind keine Heilsbringer. Familien mit geringem Ein- kommen sind in den vergange- nen 25 Jahren weiter abgehängt worden. Mit einer neuen Me- thodik haben Forscher im Auf- trag der Bertelsmann Stiftung festgestellt, dass vor allem arme Familien bisher reicher gerech- net wurden als sie tatsächlich sind. Jetzt sei die Politik gefragt, ein größeres Gewicht auf die Bekämpfung von Armut zu le- gen, heißt es in der Zusammen- fassung der Analyse. ie Einkommenssituati- on von vielen Familien und insbesondere Al- leinerziehenden ist schlechter als bislang gedacht. In einer Studie in unserem Auftrag ha- ben Forscher der Ruhr-Univer- sität Bochum jetzt erstmals für Deutschland ermittelt, welche zusätzlichen Kosten durch Kin- der je nach Familientyp und Einkommensniveau entstehen. Dabei wird klar: Je geringer das Familieneinkommen ist, desto schwerer wiegt die finanzielle Belastung durch jedes weitere Haushaltsmitglied. Um die Einkommenssituati- on von verschiedenen Familien- typen vergleichen und die zu- sätzlichen Ausgaben für Kinder schätzen zu können, wurden bisher die starren Äquivalenz- gewichte der OECD-Skala ge- nutzt. Bezugsgröße dabei sind die Ausgaben für einen alleinle- benden Erwachsenen. Ein zu- sätzliches Kind unter 14 Jahren erhält ein Gewicht von 0,3, eine zusätzliche Person über 14 Jah- ren von 0,5. Die jetzt vorliegenden Ergeb- nisse machen jedoch deutlich, dass solche starren Skalen nicht angemessen sind. Die Forscher berechneten deswegen in der Studie einkommensabhängige Äquivalenzgewichte, die einen realistischeren Blick auf die Einkommenssituation von Fa- milien ermöglichen. Sie zeigen, dass die OECD-Skala die Ein- kommen armer Haushalte sys- tematisch über- und jene rei- cher Haushalte unterschätzt. Denn für ärmere Familien ist die finanzielle Belastung durch Kinder im Verhältnis größer als E D für wohlhabende Familien. Für Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, ist des- halb klar: ir können Armut nur erfolgreich be- kämpfen, wenn wir sie realistisch betrachten kön- nen“, so Jörg Dräger zu der Stu- die, die in der vergangenen Wo- che veröffentlicht wurde. Die Untersuchung zeigt ebenfalls, dass von 1992 bis 2015 Paare mit Kindern oder Alleinerziehende im Durchschnitt finanziell stets schlechter gestellt waren als kinderlose Paare. „Mit jedem zusätzlichen Kind wird die fi- nanzielle Lage von Familien schwieriger. Kinder sind leider ein Armutsrisiko in Deutsch- land,“ so Dräger. Zudem ist die Einkommensschere zwischen wohlhabenden und armen Fa- milien in diesem Zeitraum wei- ter aufgegangen. Seit den 1990er-Jahren ist es nur jenen Familien gelungen, ihr Einkom- men zu halten oder zu verbes- sern, bei denen die Mütter ihre Erwerbstätigkeit ausbauen konnten. Entscheidend hierfür war der Ausbau der Kindertagesbe- W treuung. Kindergelderhöhun- gen hingegen haben die Ein- kommenssituation von Familien mit Kindern nicht nachhaltig verbessert. Diese Ergebnisse be- stätigen frühere Untersuchun- gen, allerdings sind die Effekte – gemessen mit der neuen Me- thode – stärker als bislang ge- dacht. Darüber hinaus ergeben sich im Detail erhebliche Unter- schiede. So zeigt sich, dass die Armutsrisikoquote von Paarfa- milien nach der neuen Berech- nung knapp drei Prozentpunkte über den bisher ermittelten Werten liegt: Nach neuer Be- rechnung sind 13 Prozent der Paare mit einem Kind armuts- gefährdet, 16 Prozent jener mit zwei und 18 Prozent solcher mit drei Kindern. esonders drastisch ist die Situation für Allein- erziehende. Lag deren Armutsrisikoquote nach frühe- ren Berechnungen bei 46 Pro- zent – und damit schon sehr hoch –, sind es auf Basis der neuen Methode 68 Prozent. Ge- rade bei Alleinerziehenden führt die Anwendung der star- ren, einkommensunabhängigen OECD-Skala dazu, dass die zu- B sätzlichen Ausgaben für ein Kind im Haushalt deutlich un- terschätzt werden. Während beispielsweise ein Haushalt mit zwei Erwachsenen mit einem Schlaf- und einem Wohnzim- mer auskommen kann, brau- chen Alleinerziehende zusätz- lich ein Kinderzimmer. Zudem fallen bei niedrigeren Einkommen die speziellen Aus- gaben, die für Kinder erforder- lich sind – etwa für Windeln, Schulsachen oder neue und pas- sende Kleidung –, besonders ins Gewicht. Gleichzeitig ist es für Alleinerziehende aufgrund der aufwendigeren Betreuung und Fürsorge für die Kinder beson- ders schwer, ihre Erwerbstätig- keit auszubauen. Vergleichbar ist die Situation für kinderrei- che Familien. Dräger fasst zu- sammen: „Von Armut sind vor allem die Familien betroffen, die ihre Erwerbstätigkeit auf- grund besonders großer Betreu- ungsverantwortung nicht stei- gern konnten.“ ie Politik sollte deshalb ein größeres Gewicht auf die Bekämpfung von Armut legen. „Es gilt, die staatliche Existenzsicherung für Kinder neu aufzustellen.“ Da- bei, so Dräger, sollte sich der Staat konsequent an den Be- dürfnissen von Kindern orien- tieren. „Mit einem Teilhabegeld als neue familienpolitische Maßnahme können wir das Kindergeld, die SGB-II-Regel- sätze für Kinder und Jugendli- che, den Kinderzuschlag und den größten Teil des Bildungs- und Teilhabepakets bündeln.“ Dieses neue Instrument soll ge- zielt arme Kinder und Jugendli- che erreichen und mit steigen- dem Einkommen der Eltern ab- geschmolzen werden. Darüber hinaus brauchen Kinder und Eltern in ihrer Um- gebung gute Bildungs- und Freizeitangebote sowie eine passgenaue, unbürokratische Unterstützung. Zudem sollte die Bundesregierung die neuen methodischen Erkenntnisse dieser Studie in ihrer Armuts- und Sozialberichterstattung be- rücksichtigen, damit die bishe- rigen Verzerrungen aufgrund der OECD-Skala zukünftig nicht weiter auftreten. Die gel- ten auch für die Beurteilung der Situation von Rentnern. „Ansonsten verlieren wir die aus dem Blick, die am meisten auf Unterstützung angewiesen sind“, so Dräger in der Stellung- nahme. n Harald Ritter / red D Familien „Wir können Armut nur erfolgreich bekämpfen, wenn wir sie realistisch betrachten können.“ Noch ärmer als bislang gedacht www.gesundheitstage-balingen.de Balingen 24./25. Feb. Sa 10-18 Uhr So 11-18 Uhr Fit Gesund Gesundheitstage Balingen Verkauf: Gold, Uhren, Schmuck Hochzeitsschmuck Eheringe und Second-Hand-Schmuck NEU: Wir kaufen auch Militärar kel vom 1. und 2. Weltkrieg Bahnhofstraße 15 www.goldhaus-balingen.de Bis 50 km auch Hausbesuche möglich Tel. 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