Doch einig: Uwe Hück mit SPD-Landeschef Andreas Stoch. Foto: Petra Hertweck/SPD/dpa
Doch einig: Uwe Hück mit SPD-Landeschef Andreas Stoch. Foto: Petra Hertweck/SPD/dpa
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Doch einig: Uwe Hück mit SPD-Landeschef Andreas Stoch. Foto: Petra Hertweck/SPD/dpa

Pforzheim, Montag, 11. Februar 2019

Uwe Hück tritt für die SPD an

Der Ex-Betriebsratschef von Porsche startet jetzt doch keine eigene Liste in Pforzheim.

von LSW

Als Politiker versteht sich Uwe Hück nicht. Der 56-Jährige will aber in die Politik. „Ich will da etwas bewegen.“ So wie bei Porsche, wo er vor acht Tagen sein Betriebsratsmandat niedergelegt hat. Mitte der 80er Jahre kam er zum Sportwagenbauer. Damals sei die Firma in ähnlich marodem Zustand gewesen wie heute die Stadt Pforzheim. Im Mai will er sich für den Gemeinderat zur Wahl stellen. Und das nicht auf einer eigenen Liste, wie ursprünglich geplant, sondern für die SPD. „Ich liebe die SPD!“, meint Hück jetzt.

Dabei glich das Verhältnis zur Partei in den vergangenen Jahren eher einer Hassliebe. Wenn die SPD so weitermache, werde sie ihr Erbe vernichten, hatte Hück gesagt und unterstrichen: „Ich brauche eine Struktur, die lebendig ist.“ Seit 1982 ist Hück SPD-Mitglied. 2005 stieg der ehemalige Profi-Thai-Boxer im Wahlkampf für Gerhard Schröder in den Ring, 2008 hatte SPD-Chef Kurt Beck ihn in sein Team für den Bundestagswahlkampf geholt.

2016 brachte sich Hück selbst als Teil einer Doppelspitze im Land ins Gespräch. Zuletzt ging er mit der eigenen Partei jedoch hart ins Gericht. Die Kritik gipfelte in der Ankündigung, bei der Kommunalwahl mit einer eigenen Liste antreten zu wollen. Hück gilt als wortgewaltig und kann Menschen für sich einnehmen. Viele trauen ihm zu, der AfD in Pforzheim Paroli bieten zu können. Die AfD hatte die SPD dort bei der Landtagswahl 2016 überrundet.

Hück organisiert gerade den Umzug nach Pforzheim, wo er seit Jahresanfang gemeldet ist. Dort hat er 2013 seine „Lernstiftung“ für benachteiligte Jugendliche ins Leben gerufen. Ganz in der Nähe lebte der 56-Jährige selbst als Waisenkind in Heimen, bevor seine Karriere bei Porsche begann. Begonnen hat er als Lackierer. Zuletzt saß er dank des Betriebsratsmandats im Aufsichtsrat bei Porsche und Volkswagen. Als Gemeinderat will der „evangelische Buddhist“ (Hück über Hück) sonntags nach der Kirche ein Bürgerfrühstück einführen. „Ich fange ganz unten an“ – um später eventuell auch im Landtag durchzustarten. dpa

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