Will SPD-Landeschefin bleiben: Leni Breymaier. Foto: Foto:Christoph Schmidt/dpa
Will SPD-Landeschefin bleiben: Leni Breymaier. Foto: Foto:Christoph Schmidt/dpa
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Stuttgart, Donnerstag, 8. November 2018

„Kevin würde Leni wählen“

Hat Juso-Bundeschef Kühnert eine Werbung für Breymaier abgesegnet oder nicht? Die Jungsozialisten widersprechen sich.

von JENS SCHMITZ

Eine offenbar schlecht abgestimmte Online-Kampagne baden-württembergischer Jusos droht, ihren Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert zu beschädigen. Am Mittwochmittag erschien auf den Facebook-Seiten mehrerer Juso-Gruppen ein Foto des 29-jährigen Kühnert, den viele für den kommenden Mann der SPD halten. „Kevin würde Leni wählen!“, steht in großen Lettern im Bild. Mit Leni ist Leni Breymaier gemeint, die sich diesen Monat im Kampf um ihren Posten als SPD-Landeschefin ihrem Herausforderer Lars Castellucci in einer Wahl stellen muss. „Wir haben Kevin um Rat gefragt“, schreiben die Freiburger Jusos zur Grafik: „Er würde Leni wählen.“

Kühnert will davon nichts wissen. „Er wurde nicht gefragt“, erklärte sein Sprecher gegenüber unserer Zeitung. „Die Grafik ist ohne unser Wissen entstanden.“ Nicht nur der Vizechef der Freiburger Jusos, Falko Wehmer, versicherte aber, dass die Aktion im Vorfeld mit Kühnert abgestimmt worden sei. Wehmer ist auch stellvertretender Landesvorsitzender.

Auf der Facebook-Seite der Jusos Schwäbisch Gmünd wird die Breymaier-Werbung mit dem Satz bekräftigt: „Unser Juso-Bundesvorsitzender Kevin Kühnert ist ein Freund von klaren Worten.“ Wie man's nimmt: Auf Nachfrage erklärte Kühnert, dass er gut mit Breymaier zusammenarbeite. „Daher wundert es mich nicht, dass einige auf die Idee kommen, dass ich sie wählen würde. Ich bin allerdings nicht wahlberechtigt bei der SPD Baden-Württemberg und werde mich daher nicht einmischen.“

Dass online genau der gegenteilige Eindruck entsteht, scheint trotzdem in Ordnung: Gegen die Verwendung seines Konterfeis will Kühnert nichts tun. „So wichtig ist es uns dann auch nicht“, informierte sein Sprecher. Weshalb der offiziell neutrale Bundeschef als Online-Version unverdrossen weiter für Breymaier trommelt. Jens Schmitz

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