Umjubelter Mann bei Paris St. Germain zu sein: Das wünscht sich Neymar (Mitte) heute gegen Real Madrid. Deren Star Cristiano Ronaldo hat dasselbe im Sinn. Foto: Denis Charlet/afp
Umjubelter Mann bei Paris St. Germain zu sein: Das wünscht sich Neymar (Mitte) heute gegen Real Madrid. Deren Star Cristiano Ronaldo hat dasselbe im Sinn. Foto: Denis Charlet/afp
Umjubelter Mann bei Paris St. Germain zu sein: Das wünscht sich Neymar (Mitte) heute gegen Real Madrid. Deren Star Cristiano Ronaldo hat dasselbe im Sinn. Foto: Denis Charlet/afp
Umjubelter Mann bei Paris St. Germain zu sein: Das wünscht sich Neymar (Mitte) heute gegen Real Madrid. Deren Star Cristiano Ronaldo hat dasselbe im Sinn. Foto: Denis Charlet/afp

Ulm, Mittwoch, 14. Februar 2018

Königliche gegen Geldadel

Heute treffen im Achtelfinale Real Madrid und Paris St. Germain aufeinander – und die Stars Cristiano Ronaldo und Neymar.

von GEROLD KNEHR

Real Madrid – das ist eine der größten europäischen Fußball-Traditionsmannschaften. Im Frühsommer fügten die „königlichen“ Spanier ihrer ruhmreichen Geschichte ein weiteres Kapitel hinzu: Sie verteidigten erstmals in der zugegebenermaßen noch jungen Champions-League-Ära den Titel und holten zudem noch in der spanischen Liga nach dem Zweikampf mit dem ewigen Rivalen FC Barcelona den 33. spanischen Meistertitel.

Heute (20.45 Uhr/ZDF) trifft Real in der Champions League auf Paris St. Germain. Jenen Klub aus Frankreich also, der im Sommer für den Brasilianer Neymar die Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro an den FC Barcelona überwies und sich für weitere 180 Millionen den erst 18-jährigen Kylian Mbappe vom AS Monaco angelte.

Real Madrid gegen Paris St. Germain – so hätte auch das Endspiel am 26. Mai in Kiew lauten können. Doch heute kommt es bereits im Achtelfinal-Hinspiel zum Showdown. Auf der einen Seite die „Königlichen“ mit den Routiniers Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos, Luca Modric und Karim Benzema sowie dem unersetzbaren deutschen Nationalspieler Toni Kroos. Dagegen hält der vom Emir von Katar unterstützte Geldadel aus Frankreich, der in den letzten fünf Jahren beinahe eine Milliarde Euro in Neuzugänge investiert hat. Die deutschen Legionäre Julian Draxler und Kevin Trapp kommen angesichts der hochkarätigen Konkurrenz nicht über eine Reservistenrolle hinaus.

Auch Trainer im Blickpunkt

Der erstmalige Gewinn der Champions League – das ist der Traum von Paris St. Germain. In der vergangenen Saison ist er bereits im Achtelfinale jäh geplatzt. Trotz eines 4:0 im Hinspiel gegen den FC Barcelona. Im Rückspiel schlugen die Katalanen eiskalt mit 6:1 zurück. Neymar spielte damals noch im Barça-Trikot und beeindruckte die Franzosen mit zwei Treffern und einem provozierten Elfmeter derart, dass sie ihn für ein Rekordgeld an die Seine lotsten. In diesem Jahr zählt allein der Titel in der Königsklasse. Alles andere würde Trainer Unai Emery höchstwahrscheinlich den Job kosten.

Noch größer ist der Druck, der auf Real-Coach Zinedine Zidane lastet. In der spanischen Liga liegt Real derzeit unglaubliche 17 Zähler hinter Spitzenreiter FC Barcelona auf Platz vier. Im spanischen Pokal-Viertelfinale erlitten die Hauptstädter eine höchst peinliche 1:2-Heimniederlage gegen den Vorstadtklub Leganes. „Wie lange mein Vertrag läuft, spielt keine Rolle. Die Ergebnisse müssen stimmen“, weiß der im vergangenen Sommer noch so gefeierte Franzose, dessen Vertrag in Madrid bis 2020 läuft.

Einiges spricht dafür, dass einer der beiden Superstars über das Weiterkommen entscheidt. Cristiano Ronaldo gelang am vergangenen Wochenende beim 5:2 gegen San Sebastian der erste Dreierpack in dieser Saison. Sein Gegenüber Neymar traf diese Saison bereits 28 Mal, einmal mehr als Lionel Messi vom FC Barcelona. In der Defensive jedoch scheint Paris St. Germain verwundbar zu sein. Selbst Aufsteiger Racing Straßburg knackte kurz vor Weihnachten im Punktspiel beim 2:1 deren Abwehr.

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