„Die Klub“ kontert Balinger Blitzstart

15.04.2019

„Die Klub“ kontert Blitzstart der TSG Balingen

Hannes Scherer erzielte beim Tabellennachbarn Pirmasens die frühe TSG-Führung, doch Mitte der zweiten Hälfte brach die Volkwein-Elf ein, verlor mit 1:2 und ist noch nicht ganz am Ziel.

Die TSG Balingen macht es auf den letzten Metern der Regionalliga-Saison noch mal spannend. Mit einem Sieg – es wäre der erste in der Fremde gewesen – hätte der Aufsteiger am Samstag die 40-Punkte-Marke erreichen können.

Ohne Punkte kehrte die TSG Balingen aus Pirmasens zurück. Gegen die Südwestpfälzer verlor das Team um Kapitän Manuel Pflumm nach früher Führung noch mit 1:2.
Ohne Punkte kehrte die TSG Balingen aus Pirmasens zurück. Gegen die Südwestpfälzer verlor das Team um Kapitän Manuel Pflumm nach früher Führung noch mit 1:2. Foto: Eibner

Ab dieser dürfte der Verbleib in Liga vier nur noch Formsache sein. Stattdessen unterlagen die Fußballer von Trainer Ralf Volkwein beim abstiegsgefährdeten FK Pirmasens nach früher Führung noch mit 1:2 (1:1) und sind nun seit vier Partien ohne „Dreier“.

Niedergeschlagen waren die Balinger nach der 1:2-Niederlage beim FK Pirmasens. Pablo Gil und die TSG warten damit weiter auf den ersten Regionalliga-„Dreier“ in der Fremde. Foto: Eibner
Niedergeschlagen waren die Balinger nach der 1:2-Niederlage beim FK Pirmasens. Pablo Gil und die TSG warten damit weiter auf den ersten Regionalliga-„Dreier“ in der Fremde. Foto: Eibner

Noch stehen die Balinger im Abstiegskampf komfortabel da. Fünf Spiele vor dem Saisonende hat die TSG acht Zähler Vorsprung auf Wormatia Worms und Platz 14, der im schlimmsten Fall den Abstieg bedeuten könnte.

Volkwein musste im Sportpark Husterhöhe eine stark ersatzgeschwächte Truppe aufstellen. So fehlten dem Trainer neben Adrian Müller (Wadenbeinbruch), Kaan Akkaya (Rotsperre) und Sascha Eisele (Gelbsperre) auch kurzfristig Fabian Kurth (Muskelfaserriss) und Nils Schuon (Mittelfußprellung) – allesamt Stammspieler.

Winter-Neuzugang Enis Küley feierte sein Startelf-Debüt; Niklas Schäuffele durfte zum zweiten Mal von Beginn an ran.

Die Kreisstädter hatten stark begonnen. Schon nach sieben Minuten erkämpfte sich Stefan Vogler an der Mittellinie den Ball, schickte Hannes Scherer auf die Reise. FKP-Keeper Benjamin Reitz kam zwar noch an den Schuss des Balingers, der Ball schlug dennoch zur Führung für die Gäste ein.

In der Folge trafen die Pirmasenser den Innenpfosten des TSG-Tores (17. Minute). Auf der Gegenseite hatte Küley zwei gute Möglichkeiten (21./35.). Die kalte Dusche bei Schneetreiben in der Pfalz ereilte die Württemberger kurz vor der Pause: Dennis Krob erzielte nach einer Ecke, die die Balinger nicht klären konnten, in der 41. Minute aus kurzer Distanz das 1:1.

Markant: Vor dem Ausgleich hatte der Schiedsrichter Abstoß signalisiert, sein Assistent aber zeigte Eckball an. Noch einmal hätte Jörg Schreyeck nach einer Ecke für die Schwaben erhöhen können, als er einen abgewehrten Ball übers FKP-Gehäuse schoss (45.+2).

Gut eine Viertelstunde lang sahen die 530 Zuschauer nach der Halbzeit ein ausgeglichenes Kellerduell, doch nach rund einer Stunde brach die Volkwein-Elf plötzlich ein. Zuvor hatte Balingens Marc Pettenkofer den zweiten Treffer auf dem Fuß, konnte sich aber nicht entscheiden, ob er selbst abschließen oder einen Teamkollegen anspielen sollte – und verfehlte das Gastgeber-Tor um einige Meter (53.).

Als erneut Krob für „die Klub“ nach einem Konter das 2:1 erzielte, war der Wille der Kreisstädter gebrochen. Zum einen ging den Balingern die Puste aus, zum andern fehlten Volkwein die Alternativen von der Bank.

Auch der eingewechselte Torjäger Patrick Lauble konnte dem Spiel keine Wende mehr geben. So blieb’s beim nicht unverdienten 2:1-Erfolg für die Mannschaft von Peter Tretter, die als Tabellenzwölfter ums Überleben kämpft.

Diesen Samstag (14 Uhr, Bizerba-Arena) erwartet die TSG die Kickers Offenbach. Der Tabellenfünfte unterlag im Kult-Derby, das am Bieberer Berg rund 10.700 Zuschauer sahen, mit 0:4 gegen Waldhof Mannheim, der fünf Spiele vor Schluss 15 Punkte Vorsprung auf den 1. FC Saarbrücken aufweist und am Wochenende faktisch die Meisterschaft feierte. Zumal der SV Waldhof am Grünen Tisch voraussichtlich noch drei Zähler zugesprochen bekommen wird.

TSG Balingen: Hauser; Gil, Schmitz, Manuel Pflumm, Schäuffele (79. Schoch), Schreyeck, Küley (67. Lauble), Pettenkofer, Foelsch, Scherer, Vogler.

Tore: 0:1 Scherer (7.), 1:1, 1:2 Krob (41., 66.).

Schiedsrichter: Patrick Glaser (Wiesbaden).

Zuschauer: 530.

 

„Würde gerne mit der TSG tauschen“

Peter Tretter war glücklich, weil sein FK Pirmasens das im Abstiegskampf so wichtige Kellerduell mit der TSG Balingen 2:1 gewann und „die Klub“ sich damit auf den zwölften Rang in der Regionalliga Südwest verbesserte, einen Nicht-Abstiegsplatz. Dennoch meinte der FKP-Coach: „Ich würde gerne mit Ralf Volkwein und der TSG tauschen.“

Natürlich meinte Tretter, welcher am Saisonende Sportkoordinator wird und sein Traineramt an Peter Fischer aus der U23 abgibt, die Tabellenkonstellation. Denn aktuell steht die TSG noch zwei Plätze und sechs Zähler vor Pirmasens (bei einem Spiel weniger) – heißt auch: im Abstiegskampf besser da.

„Wir waren anfangs nervös und haben uns direkt das 0:1 eingefangen“, analysierte Tretter und gestand ein: „Zehn Minuten haben wir gebraucht, um uns zu sammeln. Das 1:1 vor der Pause kam zum perfekten Zeitpunkt.“ Und in der zweiten Hälfte habe seine Elf sich den Sieg verdient. „Das waren drei Punkte gegen den Abstieg!“

Diese hätte auch sein Gegenüber Volkwein gerne gehabt. „Wir wollten tief stehen und auf Konter lauern“, sagte Balingens Coach. „Die Taktik ging vor allem zu Beginn auf.“

Eine Stunde lang sei er mit seinem ersatzgeschwächten Team zufrieden gewesen, dann folgte ein Einbruch. „Gegen Ende war Pirmasens deutlich besser.“ MAS

FSV trennt sich von Coach Conrad

Frankfurt. Der FSV Frankfurt hat sich am Wochenende von Coach Alexander Conrad getrennt. In den letzten sechs Spielen wird Thomas Brendel beim abstiegsbedrohten Regionalligisten das Traineramt übernehmen. Conrad kam im Sommer 2017 zum FSV. Brendel, der als Spieler fünf Jahre das Trikot der Bornheimer trug, verfügt über die A-Lizenz. Seine jüngsten Trainerstationen waren der 1. FC Eschborn, SV Wehen Wiesbaden 2 und Borus-sia Fulda.MAS

Deville verlängert um ein Jahr

Mannheim. Der luxemburgische Nationalspieler Maurice Deville, der gegen die TSG Balingen zum 3:1-Endstand traf, hat seinen Vertrag beim SV Waldhof Mannheim um ein Jahr bis 30. Juni 2020 verlängert. „Maurice ist ein enorm vielseitiger Stürmer, der sich durch bemerkenswerte Laufbereitschaft auszeichnet. Er ist ein Teamplayer, auf den sich seine Mitspieler immer voll und ganz verlassen können“, lobt Waldhof-Trainer Bernhard Trares den 26-Jährigen. eb

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