Die Welt zu bereisen ist die beste Erziehung
Hans-Martin Lehner. Foto: Privat
Hans-Martin Lehner. Foto: Privat
Hans-Martin Lehner. Foto: Privat
Hans-Martin Lehner. Foto: Privat

Rosenfeld/Ostdorf, 15.03.2019

Zum Tode von Hans-Martin Lehner

Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Günther-Lehner-Stiftung GmbH, Hans-Martin Lehner, starb am Montag.

Am vergangenen Montag verstarb Hans-Martin Lehner, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Günther-Lehner-Stiftung GmbH. Er wurde 86 Jahre alt.

Hans-Martin Lehner ist am 15. Oktober 1932 in Balingen geboren und in Stuttgart aufgewachsen. Die Kriegszeit verbrachte er bei seinen Großeltern in Ostdorf und hat an diese Zeit schöne Erinnerungen, die er gerne erzählte.

Nach einem Studium an der Textilhochschule in Reutlingen arbeitete Hans-Martin Lehner in der Textilmaschinenfabrik Karl Mayer in Obertshausen bei Offenbach. Dort hat sich Lehner von einem einfachen Mitarbeiter zum Verkaufsdirektor des Weltmarktführers für Textilmaschinen hochgearbeitet. Der jetzt Verstorbene war über 40 Jahre lang für Karl Mayer tätig und war in seiner Stellung auf der ganzen Welt unterwegs.

„Reisen ist Bildung“

Aber nicht nur aus beruflichen Gründen hat Lehner viele Länder gesehen. „Reisen ist Bildung“ sei immer sein Leitspruch gewesen, erzählt seine Tochter Martina Lehner im Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER.

Ihr Vater sei der Ansicht gewesen, dass die beste Erziehung sei, viel von der Welt zu sehen und von anderen Kulturen zu lernen. Martina Lehner charakterisiert ihren Vater dann auch als einen „sehr geradlinigen, aber auch dominanten Menschen, der aber sehr großzügig war“. Sein wichtigster Lebensinhalt sei seine Familie gewesen, für die er immer da gewesen sei, erklärt seine Tochter.

Hans-Martin Lehner war mit seiner aus Stuttgart-Kaltental stammenden Ehefrau Waltraud Lehner über 60 Jahre lang verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Töchter, die heute in Italien und in den USA leben. Nach dem Tod seiner Ehefrau vor zwei Jahren habe ihr Vater keine richtige Lebenslust mehr gehabt, erzählt Martina Lehner.

1995 kehrte Hans-Martin Lehner nach Balingen zurück. 1997 wurde er bei einem Autounfall schwer verletzt und musste zwei Monate im Krankenhaus behandelt werden.

Erfahrungen eingebracht

Der Anfrage seines Großonkels Hermann Lehner, die Leitung des Aufsichtsrats der Günther-Lehner-Stiftung zu übernehmen, ist der nun Verstorbenen im Jahr 1998 gerne nachgekommen.

Bis 2012 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft. Dort hat er über 14 Jahre hinweg seine betriebswirtschaftlichen Erfahrungen eingebracht, aber auch neue und innovative Ideen entwickelt und seine neue Aufgabe mit Hingabe und Leidenschaft gemeistert. „Mein Vater war ein Organisator. Das war sein Leben“, erzählt Martina Lehner.

Die Leidenschaft zum Tennis, Schwimmen und Radfahren musste Hans-Martin Lehner nach seinem Autounfall leider aufgeben, fand aber im Gärtnern, Lesen und Reisen im In- und Ausland Ausgleich und Beschäftigung.

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