HBW 2 fordert Kellerkind

14.09.2018

HBW 2 fordert Kellerkind

Am Samstagabend geht es für die „Jung-Gallier“ zum HC Oppenweiler/Backnang. Der Gegner steht bereits mit dem Rücken zur Wand.

Insgesamt lief der Saisonstart für den HBW Balingen-Weilstetten 2 ordentlich. Gegen die TGS Pforzheim und die HG Saarlouis gab es Heimsiege und auch beim Absteiger HSG Konstanz waren die „Jung-Gallier“ nicht chancenlos.

Die ersten beiden Heimspiele gegen Pforzheim und Saarlouis konnte der HBW Balingen-Weilstetten 2 für sich entscheiden, auswärts gab es allerdings bislang nur eine Niederlage gegen die HSG Konstanz.
Die ersten beiden Heimspiele gegen Pforzheim und Saarlouis konnte der HBW Balingen-Weilstetten 2 für sich entscheiden, auswärts gab es allerdings bislang nur eine Niederlage gegen die HSG Konstanz. Foto: Moschkon

Nun wartet ein ganz anderes Spiel auf den Balinger Perspektivkader. Am Samstagabend (20 Uhr, Gemeindehalle Oppenweiler) tritt der HBW 2 beim HC Oppenweiler/Backnang an. „Die ersten drei Gegner waren sich darin ähnlich, dass sie alle einen etwas ruhigeren, abgeklärteren Handball spielen“, erklärt HBW 2-Trainer André Doster. „Jetzt kommt an den nächsten drei Spieltagen das krasse Gegenteil. Oppenweiler ist unangenehmer, unberechenbarer.“ Diesen Rhythmuswechsel gelte es für sein Team zu bewältigen. „Sie können uns liegen. Aber in Oppenweiler zu gewinnen, das muss man erst mal schaffen“, so der A-Lizenzinhaber.

Das haben die „Jung-Gallier“ bisher erst einmal geschafft, nämlich im Aufstiegsjahr des HCOB. Seit dem 26:24-Erfolg im November 2015 gab es in der stimmungsvollen Gemeindehalle noch zwei Niederlagen für die Schwaben: einmal ein 28:31, am letzten Spieltag der vergangenen Runde dann ein 28:35. In den Heimspielen hatte Balingen-Weilstetten dagegen jedes Mal die Nase vorn.

Während der HBW 2 nach drei Spielen 4:2 Zähler auf dem Konto hat, ist die Lage beim HCOB deutlich angespannter. Aus Horkheim und Fürstenfeldbruck musste das Team aus dem Rems-Murr-Kreis punktlos die Heimreise antreten, im Heimspiel am zweiten Spieltag gegen die TSG Haßloch gab es eine bittere 24:25-Pleite. Außerdem zog sich Neuzugang Jakub Stryc in diesem Spiel eine schwere Knieverletzung zu. Der Neuzugang, der vergangene Runde noch für den Dessau-Roßlauer HV in der 2. Liga aufgelaufen war, riss sich das Kreuzband und fällt nun lange aus. Bitter für Oppenweiler/Backnang, das bereits auf Rückraumakteur Benjamin Röhrle und Außenspieler Johannes Csauth langfristig verzichten muss. „Aber sie haben trotzdem noch genug Leute, der Kader ist breit besetzt“, weiß Doster. Schließlich kamen mit Marcel Lenz (TSB Horkheim) und Evgeni (TGS Pforzheim) zwei starke Drittliga-Spieler zum Team, nach den Ausfällen der vergangenen Wochen wurde zudem Jonas Frank reaktiviert.

Allein auf die Ausfälle ist der schwache Start der Mannschaft von Trainer Matthias Heineke also nicht zurückzuführen. „Es ist schwierig zu sagen, warum es bei ihnen noch nicht wirklich läuft“, so Doster. Unterschätzen wollen er und sein Team den Gegner aber keinesfalls. „Das wird kein leichtes Spiel“, betont der A-Lizenzinhaber vor dem morgigen Kräftemessen, „die werden uns sicher alles abverlangen.“ Die Stärke des HCOB sieht Doster im Tempospiel – und der 6:0-Abwehrformation. „Da sind sie sehr wandelbar, haben unterschiedliche Möglichkeiten, mit denen sie sich den Gegnern anpassen.“ Dazu komme noch eine hitzige Atmosphäre. „Das wird sicherlich ein kampfbetontes Spiel. Ich erwarte eine hungrige, heiße Mannschaft. Denn Oppenweiler braucht dringend Punkte.“ Doch die wollen auch die „Jung-Gallier“ keinesfalls kampflos abschenken, sondern vielmehr den ersten Auswärtssieg verbuchen.

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