„Wir wollen schauen, was am besten passt“

Balingen, 11.07.2018

Trainingsstart beim HBW: „Wir wollen schauen, was am besten passt“

Beim Erstrundenturnier in Göppingen startet der HBW Balingen-Weilstetten im DHB-Pokal gegen die klassentiefere TSG Haßloch in die neue Saison. Seit Anfang der Woche trainiert der Zweitligist wieder.

von Marcus Arndt  

In den kommenden sechs Wochen lässt HBW-Coach Jens Bürkle intensiv üben, testet mehrfach gegen hochkarätige Gegner. „Was man in der Vorbereitung sieht, sieht man auch in der Runde“, betont der Sportwissenschaftler.

Die Vorbereitung läuft: Sechs Wochen lang arbeiten die Spieler des HBW Balingen-Weilstetten nun an ihrer Form, ehe ein anspruchsvolles Auftaktprogramm wartet.
Die Vorbereitung läuft: Sechs Wochen lang arbeiten die Spieler des HBW Balingen-Weilstetten nun an ihrer Form, ehe ein anspruchsvolles Auftaktprogramm wartet. Foto: Moschkon

Der ist bereits am Montag mit der neu formierten Mannschaft in das Training eingestiegen – mit medizinischen Tests. „Am Mittwoch geht es definitiv mit Handball los“, sagt der 37-Jährige. Zentrales Thema des Fusionsklubs ist die Abwehrarbeit. „Wir wollen schauen, was am besten passt und welche Stärken wir durch die Neu-zugänge reinkriegen“, so Bürkle weiter, der auch in der kommenden Saison auf eine variable 6:0-Formation baut. Markant gegenüber der Vorsaison: mehr Masse und mehr Klasse.

Da kommt es dem früheren Bundesliga-Spieler nicht ungelegen, dass die „Gallier von der Alb“ bereits nächste Woche auf den ersten Hochkaräter treffen. Nach dem „lockeren Aufgalopp“ beim TV St. Georgen (Südbadenliga) am Samstag (Beginn: 18 Uhr) tritt der HBW beim Esslinger Markplatzturnier gegen EHF-Pokalsieger Füchse Berlin an. „Wenn Du so einen guten Gegner bekommst, musst Du einfach zusagen“, meint Bürkle. Das Duell mit dem Hauptstadt-Klub wird am Freitag, 20. Juli, in Ahldorf (19.30 Uhr, Sporthalle an der Neckarbrücke) ausgetragen. Weiter geht es samstags ab 11.15 Uhr auf dem Marktplatz. Mögliche Gegner im zweiten Spiel sind die klassenhöheren TVB Stuttgart und VfL Gummersbach.

Als richtungsweisend kategorisiert der HBW-Kommandogeber den S-Cup in Altensteig (27. bis 29. Juli), „auch wenn die Spieler am Belastungshöhepunkt der Vorbereitung natürlich müde sind.“ Deshalb verzichten die Protagonisten neben der Platte ganz bewusst auf ein mehrtägiges Trainingslager. „Wir sind nie richtig lange weg“, verrät Bürkle und erklärt: „Wir haben optimale Bedingungen in Balingen und diese Qualität müssen wir auch nutzen.“

Zweimal lässt er täglich trainieren – viel mit dem Ball, aber immer auch im athletischen Bereich. Da sah der Sportwissenschaftler in der vergangenen Spielzeit Defizite, was auch die Statistik belegt. Im Eins-gegen-eins hatten die Kreisstädter Schwächen – entsprechend fielen die Zahlen bei der Analyse aus. „Wir haben zu wenige Siebenmeter bekommen“, bilanziert Bürkle, „der Gegner hatte es insgesamt in der Abwehr zu einfach.“ Das soll sich ändern, auch wenn der Prozess dauert. In den Tests gegen Sélestat AHB (3. August, Freiburg) und HC Alpla Hard (9. August, Balingen) soll es in die richtige Richtung gehen, „wohl wissend, dass wir noch nicht bei 100 Prozent sind“, sagt Bürkle.

Erster Pflichttermin des HBW ist am 18. August das DHB-Pokalerstrundenspiel gegen den Drittligisten TSG Haßloch in Göppingen. Frisch Auf richtet das Erstrundenturnier aus, das vom Altmeister und der HSG Konstanz komplettiert wird. Eine Woche später starten die Schwaben in Lübeck in die Punkterunde. „Wir fahren mit guten Erinnerungen zum VfL“, blickt Bürkle voraus, „aber im Moment ist das noch sehr weit weg.“

Das Auftaktprogramm hat es ohne Zweifel in sich: Nach dem Spiel beim Aufstiegsaspiranten VfL Lübeck-Schwartau erwartet der HBW Aufsteiger HSV Hamburg (1. September, 19.45 Uhr, Spar?kassenArena). In der Folge treten die Schwaben zweimal auswärts an: in Hamm (7. September, 19.15 Uhr) und Dresden (16. September, 17 Uhr). Erst am 22. September bestreitet der HBW sein zweites Heimspiel. Gegner ist der TuS Ferndorf (19 Uhr).

 

Kontrastprogramm zur Vorsaison

Als super spannend, aber auch extrem schwer, kategorisiert Jens Bürkle das Auftaktprogramm der „Gallier von der Alb“ in Liga zwei. Eine Woche nach dem Erstrundenturnier um den DHB-Pokal in Göppingen (18./19. August) gastiert der HBW im ersten Punktspiel beim Aufstiegsaspiranten VfL Lübeck-Schwartau (25. August). Die weiteren Kontrahenten in den ersten Wochen der Saison 2018/19 sind Aufsteiger HSV Hamburg (H=Heimspiel), ASV Hamm-Westfalen (A=Auswärtsspiel), HC Elbflorenz Dresden (A), und der TuS Ferndorf (H). „Das Kontrastprogramm zur vergangenen Runde“, urteilt der Balinger Kommandogeber. Der Sportwissenschaftler sieht die beiden Bundesliga-Absteiger TuS N-Lübbecke und TV Hüttenberg sowie Schwartau in der Favoritenrolle. „Bleibt abzuwarten, welche Mannschaft es noch vorne reinspült“, so Bürkle weiter, welcher auch das top verstärkte Hamm-Westfalen sowie den HSC Coburg in der Spitzengruppe erwartet. Die Oberfranken gehen mit einem rund?erneuerten Kader in die Runde. Dennoch verfolgt der Ex-Erstligist ehrgeizige Ziele. „Fakt ist, dass sich sechs, sieben Teams um die vorderen Plätze streiten werden“, prognostizierte HSC-Geschäftsführer Michael Häfner, „Plan ist, da dabei zu sein ...“ar

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