Abwehrstarke Schwaben bezwingen Lübeck-Schwartau

Balingen, 28.05.2018

Abwehrstarke Schwaben bezwingen Lübeck-Schwartau

Mit dem achten Heimsieg in Folge verabschiedete sich der HBW Balingen-Weilstetten am Samstag von seinen Fans. Im vorletzten Saisonspiel schlugen die „Gallier von der Alb“ den VfL Lübeck-Schwartau mit 26:22.

Es war ein versöhnlicher Abschluss in der SparkassenArena. Im letzten Heimspiel der Saison wahrte der Balinger Bundesliga-Absteiger seine Serie und schickte auch Lübeck-Schwartau mit einer Niederlage nach Hause.

Im Angriff lief längst nicht alles optimal für den HBW Balingen-Weilstetten. Doch die Defensive kam gegen Lübeck-Schwartau gut zurecht und bildete den Grundstein für den achten Heimsieg in Serie.
Im Angriff lief längst nicht alles optimal für den HBW Balingen-Weilstetten. Doch die Defensive kam gegen Lübeck-Schwartau gut zurecht und bildete den Grundstein für den achten Heimsieg in Serie. Foto: Moschkon

Als „ein echtes Brett“ hatte Jens Bürkle den VfL vor der Partie bezeichnet. Keineswegs zu unrecht, schließlich hatten die Norddeutschen vor zwei Wochen den Meister Bergischer HC bezwungen und sieben Tage später dann den Tabellenzweiten Bietigheim mit 28:18 aus der Halle gefegt. Dennoch ließen sich die „Gallier von der Alb“ davon nicht beeindrucken. „Wir wollten von Anfang an gewinnen“, meinte auch Keeper Tomas Mrkva.

Den besseren Start in die Partie erwischten aber die Gäste. Antonio Metzner erzielte das 1:0, anschließend zeichneten sich erst einmal Mrkva und sein Gegenüber Dennis Klockmann aus. Martin Strobel sorgte nach knapp zweieinhalb Minuten für den ersten Treffer der Schwaben, anschließend blieb aber der Tabellendritte am Drücker. Per Doppelschlag brachte Pawel Genda den VfL mit 3:1 in Führung (4. Minute). Dann jedoch hatte sich auch die HBW-Defensive besser auf die Gegner eingestellt. Mit einem starken Mrkva im Rücken drehten die Schwaben den Spielstand, nach einem 4:0-Lauf stand es 5:3 (8.). Jona Schoch fing sich dann früh die erste Zeitstrafe ein, doch sein Team ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mehr als der Anschluss war für den VfL nicht drin, vielmehr baute Balingen-Weilstetten den Vorsprung rasch auf 8:4 aus (12.).

VfL-Kommandogeber Torge Greve zog die Notbremse – doch auch in der Folge war es insbesondere Mrkva, der Lübeck-Schwartau mit seinen Paraden zur Verzweiflung trieb. Ganze 15 Minuten blieben die Gäste aus dem Spiel heraus ohne Tor, trafen in dieser Zeit nur bei zwei Siebenmetern. Jan Schult war es schließlich, der das zwischenzeitliche 9:6 erzielte (19.). Mit dem Vorsprung im Rücken wechselte Bürkle das Personal munter durch – und das rächte sich. Nach der 21. Minute leistete sich der HBW eine torlose Phase, Lübeck-Schwartau schaffte beim 11:11 schließlich den Ausgleich. Immerhin: Dank einem Siebenmeter von Gregor Thomann führte Balingen-Weilstetten zur Pause knapp mit 12:11. „Vielleicht habe ich in dieser Phase zu viel gewechselt. Aber wir wollten allen Spielern Einsatzzeiten geben – und auch Kraft für später wahren“, erklärte Bürkle – und ergänzte grinsend: „So gesehen war es vielleicht doch genau richtig.“

Denn in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs baute sein Team den Vorsprung mit einem 4:0-Lauf wieder aus (38.). „Das war ganz wichtig“, betonte auch Youngster Tim Nothdurft. Lübeck-Schwartau rannte dem Rück-stand hinterher, fand nie wirklich effektiven Mittel gegen das schwäbische Spiel – das jedoch auch nicht immer nach Plan lief. Bitter: in der 49. Minute hatte Jonas Baumeister einen Siebenmeter von Thees Glabisch schon pariert, der schnappte sich aber den Abpraller und traf doch noch zum 21:17.

Dennoch machte es auch in den Schlussminuten nie den Anschein, als ginge der VfL wirklich davon aus, das Ruder noch rumreißen zu können. Nach 58 Minuten erzielte Christoph Foth beim 26:21 das letzte Tor der Schwaben – und gleichzeitig auch das letzte seiner Profikarriere. „Es war schon auch etwas traurig heute“, räumte der Kreisläufer nach der Partie ein, „aber schön, dass ich mich mit einem Sieg verabschieden konnte. Der war wichtig.“ Und auch Bürkle zog ein ordentliches Fazit. „Die Abwehr stand super. Und auch wenn wir vorne ein paar Freie zu viel vergeben haben, war es insgesamt ein souveräner Auftritt“, so der Trainer. Nun soll im Saisonfinale noch im Derby gegen Bietigheim ein Erfolg her.

HBW Balingen-Weilstetten – VfL Lübeck-Schwartau: Teams & Tore

HBW Balingen-Weilstetten: Mrkva (1. – 58., 20 Gegentore/14 Paraden), Baumeister (ab 58. und bei einem Siebenmeter, 2/1); G. Thomann (7/3), Schoch (5), Gretarsson (4), Wagner (3), Strobel (2), Foth (2), Hausmann (2), L. Saueressig (1), Schönningsen, Flohr, Nothdurft, Runarsson, Spohn, J. Thomann.

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. – 54., 24/5), Mallwitz (ab 54., 2/2); Metzner (6), Genda (4), Glabisch (4/3), Lauenroth (2), Schult (2), Köhler (2), Waschul (1), Claasen, Ranke, Damm, Bruhn.

Schiedsrichter: Dedens/ Geckert (beide Magdeburg).

Zuschauer: 2030.

Spielfilm: 1:3 (4.), 3:3, 5:4, 7:4 (11.), 9:4, 10:6, 11:8 (23.), 12:11 – 15:11 (35.), 16:14, 19:15, 20:16 (48.), 22:17, 24:20, 25:21 (57.), 26:22.

Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Schoch/3 – Waschul/2) Rot für Schoch (B.) nach der dritten Zeitstrafe (58.).

Siebenmeter: 3/4:3/4 (Gretarsson scheitert an Klockmann/19. – Baumeister pariert gegen Glabisch/49.).

Nächstes Spiel: SG BBM Bietigheim – HBW Balingen-Weilstetten (2. Juni, 18.30 Uhr, EgeTrans-Arena Bietigheim).lb

Sieben Abgänge hat der HBW im Sommer zu verzeichnen. Christoph Foth, Markus Stegefelt, Dadi Runarsson, Marouen Maggaiz, Simen Schönningsen, Valentin Spohn und Tobias Wagner (von links) wurden verabschiedet.
Sieben Abgänge hat der HBW im Sommer zu verzeichnen. Christoph Foth, Markus Stegefelt, Dadi Runarsson, Marouen Maggaiz, Simen Schönningsen, Valentin Spohn und Tobias Wagner (von links) wurden verabschiedet. Foto: Moschkon

Flohr-Zukunft weiter ungeklärt

Balingen. Sieben Spieler wurden am Samstag im Rahmen des letzten Heimspiels beim HBW Balingen-Weilstetten verabschiedet, Matthias Flohr war nicht darunter. Zwar läuft der Vertrag des Routiniers aus, dass er die „Gallier von der Alb“ verlässt, ist allerdings nicht sicher. „Wir sind noch immer in Gesprächen“, so Geschäftsführer Wolfgang Strobel, „in den nächsten Tagen wollen wir nun aber die Entscheidung bekannt geben.“ Flohr kam 2016 zum HBW.lb

Eisenach muss trotz Siegs runter

Eisenach. Der vierte Aufsteiger der 2. Bundesliga ist gefunden: Genau wie Saarlouis, Hildesheim und Konstanz muss auch der ThSV Eisenach den Gang in die 3. Liga antreten. Das Team von Trainer Arne Kühr gewann am Samstag zwar beim ASV Hamm-Westfalen mit 28:24. Durch die gleichzeitigen Siege der Konkurrenten EHV Aue bei Eintracht Hildesheim (32:28) und Wilhelmshavener HV bei der HG Saarlouis (35:23) ist Platz 16 aber nicht mehr zu erreichen.lb

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