Der Meister wankt gegen den HBW, fällt aber nicht
Ein starker Auftritt blieb unbelohnt. Beim 24:26 gegen den Bergischen HC war HBW-Trainer Jens Bürkle insgesamt zufrieden, Kleinigkeiten brachten die „Gallier“ aber um den möglichen Lohn.
Ein starker Auftritt blieb unbelohnt. Beim 24:26 gegen den Bergischen HC war HBW-Trainer Jens Bürkle insgesamt zufrieden, Kleinigkeiten brachten die „Gallier“ aber um den möglichen Lohn. Foto: Eibner
Ein starker Auftritt blieb unbelohnt. Beim 24:26 gegen den Bergischen HC war HBW-Trainer Jens Bürkle insgesamt zufrieden, Kleinigkeiten brachten die „Gallier“ aber um den möglichen Lohn.
Ein starker Auftritt blieb unbelohnt. Beim 24:26 gegen den Bergischen HC war HBW-Trainer Jens Bürkle insgesamt zufrieden, Kleinigkeiten brachten die „Gallier“ aber um den möglichen Lohn. Foto: Eibner

22.05.2018

Der Meister wankt gegen den HBW, fällt aber nicht

Ganz knapp musste sich der HBW Balingen-Weilstetten dem Bergischen HC mit 24:26 geschlagen geben. Insgesamt legten die Schwaben einen starken Auftritt hin, gaben in der Schlussphase aber die Führung aus der Hand.

von Sascha Staat  

Die Leistung, die der HBW Balingen-Weilstetten bei der knappen 24:26(12:12)-Niederlage präsentierte, das konnte sich mehr als nur sehen lassen. Denn man hielt nicht nur mit, sondern man verlangte dem BHC alles ab.

Lange musste der Bergische HC gegen den HBW Balingen-Weilstetten zittern. Am Ende konnte sich der designierte Bundesliga-Rückkehrer aber dennoch durchsetzen.
Lange musste der Bergische HC gegen den HBW Balingen-Weilstetten zittern. Am Ende konnte sich der designierte Bundesliga-Rückkehrer aber dennoch durchsetzen. Foto: Eibner

Die Schwaben fanden nämlich von Anfang an sehr gut in die Partie – trotz des frühen Rückstands nach einem Treffer von Arnor Gunnarsson. Entscheidend absetzen konnte sich der BHC anschließend aber nicht, vor allem dank Keeper Tomas Mrkva, der in den ersten sieben Spielminuten mit vier Paraden den Grundstein für eine 4:2-Führung legte (8. Minute). Und auch eine Zeitstrafe gegen Matthias Flohr sorgte nicht dafür, dass der HBW-Motor ins Stocken geriet. Vor allem Simen Schönningsen trug mit zwei blitzsauberen Treffern zu einer starken Anfangsphase bei.

Zu diesem Zeitpunkt konnte sich auch der Mittelblock um Christoph Foth und Jona Schoch sehr gut gegen das Kreisläuferspiel und den Rückraum der Hausherren zur Wehr setzen. Doch zunächst zum Verhängnis wurde der Mannschaft von Jens Bürkle die starke Defensive des Dauerrivalen der vergangenen Jahre und so sah sich der Trainer in der 18. Minute beim Stand von 7:7 zur ersten Auszeit gezwungen.

Doch wenn man in der Folgezeit Lösungen fand, dann war meistens Bastian Rutschmann zur Stelle. Der entschärfte einige Großchancen seines Ex-Klubs – und auf der anderen Seite glänzte insbesondere Spielmacher Linus Arnesson, der im Januar mit Schweden Vize-Europameister geworden war, immer wieder mit tollen Aktionen. So konnte sich der Spitzenreiter etwas absetzen (11:9/27.).

Von diesem Rückstand ließ sich der HBW aber nicht aus der Ruhe bringen – auch weil Mrkva im Kasten der „Gallier von der Alb“ weiter auftrumpfte und seine Teamkollegen im Angriff mehr Durchschlagskraft bewiesen. So ging es mit einem leistungsgerechten 12:12-Unentschieden in die Kabine.

Den Start in den zweite Durchgang verschlief Balingen-Weilstetten dann allerdings völlig. Exakt 95 Sekunden waren gespielt, als Gunnarsson den Ball beim Tempogegenstoß an die Latte knallte. Es wäre das 15:12 für die Bergischen Löwen gewesen. So arbeitete der HBW sich aber wieder in die Begegnung zurück, mit einem schnörkellosen Stemmwurf mach?te Schönningsen den 3:0-Lauf der Gäste perfekt. So stand es plötzlich 15:14 für die Schwaben (35.).

Danach schwappte das Spiel immer wieder hin und her. Bei den Hausherren glänzte der Rückraum um Arnesson und Tomas Babak, beim HBW war es Martin Strobel, der seine Farben offensiv mit zwei wichtigen Treffern in der Partie hielt. Als Jona Schoch das 23:21 erzielte (49.), hatte BHC- Coach Sebastian Hinze genug gesehen und nahm nicht nur eine Auszeit, sondern Rutschmann machte im Tor nach einigen unglücklichen Szenen für Christopher Rudeck Platz. Der startete gleich mit einer Parade und im Gegenzug markierten die Gastgeber den 23:23-Ausgleich (50.). Fünf Minuten ohne eigenen Treffer gaben dann unter anderem den Ausschlag zu Ungunsten des HBW. Bürkle setzte alles auf eine Karte und agierte kurz vor dem Ende noch mit dem zusätzlichen Feldspieler.

Tatsächlich bot sich nochmals die Chance auf einen Punktgewinn, als Gregor Thomann 33 Sekunden vor dem Ende zur Siebenmeterlinie schritt. Doch sein Versuche landete über dem Kasten der Bergischen, die ihrerseits noch einen Treffer nachlegten und somit ging man wie ungefähr vor Jahresfrist in der Solinger Klingenhalle mal wieder leer aus. „Wir hatten den BHC am Rande einer Niederlage“, bilanzierte Bürkle nach dem 24:26. Kleinigkeiten hätten am Ende den Ausschlag gegeben. „Schade, dass wir uns für eine engagierte Leistung nicht belohnen konnten.“

 

Bergischer HC – HBW Balingen-Weilstetten: Teams & Tore

Bergischer HC: Rudeck (ab 49., 1 Gegentor/2 Paraden), Rutschmann (1. – 49., 23/8); Babak (6), Gunnarsson (6/4), Majdzinski (5), Darj (4), Artmann (2), Petrovsky (2), Bettin (1), Kotrc (1), Arnesson (1), Nippes, Criciotoiu, Szücs, Dell (n.e.).

HBW Balingen-Weilstetten: Baumeister (bei einem Siebenmeter, 1 Gegentor/0 Paraden), Mrkva (1. – 60., 25/17); Schoch (6), Schönningsen (4), Foth (3), Strobel (3), G. Thomann (2/2), Gretarsson (2), Flohr (1), Hausmann (1), Nothdurft (1), Saueressig (1), Runarsson, Spohn, Wagner.

Schiedsrichter: Köppl/ Regner (Bingen/Nieder-Olm).

Zuschauer: 1752.

Spielfilm: 1:2 (3.), 2:4, 3:6, 7:7 (17.) 8:7, 10:8, 12:11 (29.), 12:12 – 14:15 (35.), 15:17, 18:18, 20:19 (46.), 21:23, 23:23, 25:23 (56.), 26:24.

Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Darj/2, Szücs – Flohr/2).

Siebenmeter: 4/5:2/3 (Gunnarsson tritt über/11. – Thomann wirft über das Tor/59.).

Nächstes Spiel: HBW Balingen-Weilstetten – VfL Lübeck-Schwartau (26. Mai, 18.30 Uhr, SparkassenArena Balingen).STA

Konstanz steigt trotz Sieg ab

Konstanz. Nach der HG Saarlouis und der Eintracht Hildesheim steht mit der HSG Konstanz nun der dritte von vier Aufsteigern fest. Trotz eines 24:21(10:10)-Sieges am Wochenende gegen den HC Elbflorenz muss das Team vom Bodensee runter in Liga drei. Ein Absteiger wird noch gesucht, dieser ist voraussichtlich der ThSV Eisenach. Rechnerisch ist die Rettung der Wartburgstädter zwar noch möglich, bei vier Punkten Rückstand aber unwahrscheinlich.lb

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