09.03.2018

Leserbrief

Auch der deutsche Bürger kann Aufgaben einfordern

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Die Liste der Vorfälle,in die sogenannte Flüchtlinge in Sigmaringen involviert sind, ist lang. Nach Ladendiebstählen und Pöbeleien im öffentlichen Raum und im Bahnhof platzte dem Bürgermeister der Kragen. Er schrieb an Innenminister Strobl, weil er sich von dieser Seite wahrscheinlich Hilfe erhoffte und diese Ansprechstation auf der obersten Ebene als seine letzte Chance ansah, die Dinge zum besseren zuwenden.
Wenn der Bürgermeister als Mittel zur Beruhigung der Situation Hausarrest, Handyentzug und Benimmkurse vorschlägt und diese „unsäglich harten Strafen“ vom Innenminister als nicht durchsetzbar abgelehnt werden, zeigt das doch eindeutig die Unfähigkeit des Rechtsstaates auf meiner Ansicht nach von einem bestimmten Personenkreis herbeigeführte Provokationen zu reagieren.
Mehr Polizeipräsenz sei vorhanden, aber eben diese Polizei steht doch diesem Treiben mehr oder weniger machtlos gegenüber. Herr Innenminister, auch der deutsche Bürger kann Aufgaben vom Staat einfordern. Eine Aufgabe des Staates ist, dass sich die Bürger im öffentlichen Raum bewegen können, ohne sich bedrängt zu fühlen oder gar angepöbelt zu werden. Ebendiesen öffentlichen Raum nach und nach aufzugeben, ist die falsche Strategie wie uns zum Beispiel große Städte wie Berlin, Hamburg, Mannheim deutlich zeigen, in denen sich Gegengesellschaften seit Jahren etabliert haben.
Nur Worthülsen an die Betroffenen weiterzureichen, wie vor kurzem in Mannheim bei Problemen mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, ist auf die Dauer zu wenig, Herr Innenminister! „Es sei nicht zu akzeptieren, wenn Personen, die bei uns den Schutz unserer Gesellschaft erbitten, dann fortwährend gegen die Regeln unserer Gesellschaft verstoßen.“ Das belaste das Sicherheitsgefühl der Öffentlichkeit und erschwere die Integration von rechtstreuen Flüchtlingen, und es belaste auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Das sind Ihre Worte und wo sind die Taten?
Hartwig Wehrstein
Panoramastraße 36, Tailfingen

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