09.03.2018

Leserbrief

Standort und Arbeitsplätze sind gefährdet

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Da rührt sich doch in mir das Selbstbewusstsein und der Stolz des Schwaben. In der Ausgabe vom 3. März lese ich sowohl im regionalen Teil wie in der Südwest Presse von den Zukunftsplänen der Firmen von Interstuhl, Tieringen und dem Luxusmöbel-Hersteller Rolf Benz in Nagold.
Zwei schwäbische Erfolgsunternehmen, grundsolide, expansiv, auf den Weltmärkten mit hohem Ansehen. Für Benz erhebt sich nicht die Rechtsfrage nach der Legitimation seines Tuns, ein Blick durch die kaufmännisch-ethische Brille sei erlaubt. Im Gespräch ist ein Chinese. Unendlich viele ähnliche Transaktionen haben gezeigt, dass Standort und Arbeitsplätze vornehmlich gefährdet sind. Ich vergleiche Interstuhl mit Benz und behaupte dass beide Unternehmen aus kleinen Anfängen, mit fachlicher Kompetenz, schwäbischem Fleiß, kaufmännischem Wagemut, Innovation und Weitsicht Imperien geschaffen haben, zum Wohl der jeweiligen Regionen in geografischen Abseitslagen.
Beide Firmen prägen das schwäbische Wertmaß und das Ansehen vom Ländle, dem globalen Vergleich alle Ehre machend. Hervorzuheben ist das Schaffen von mehreren hundert sicheren Arbeitsplätzen, ebenso die Ausbildung fachlich geschulter Arbeitskräfte, beziehungsweise hochqualifizierter Fachkräfte.
Darf ich die Frage stellen, in wieweit die Politik steuernd eingreifen, beraten und lenken darf, kann, sollte oder müsste? Im Wahlkampf umschleimen Politiker jeder Couleurs den gewerblichen Mittelstand und rühmen die Vorzüge vom ländlichen Raum.
Ich vertraue darauf, dass die Kräfte der Wirtschaftsförderung im Land der Region näher stehen als China. Unsere verehrte Wirtschaftsministerin kann vom „Küchenfenster“ Tieringen sehen. Ich wünsche ihr, dass sie noch lange mit gutem Gewissen den schönen Ausblick zum Lochen genießen kann! Übrigens: „A bissle Baden Württemberg First“ klingt gar nicht sooo schlecht!
Alex Moser
Gartenstraße 24, Obernheim

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