08.03.2018

Leserbrief

Wehe, wenn hinterfragt wird

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Substanzlose Stimmungsmache verlorene Glaubwürdigkeit, die sich irgend wann nicht mehr herstellen lässt!?
Eine ganze Seite widmet der ZAK der Unglaubwürdigkeit der BIs, ohne dass zuvor überhaupt der Presseartikel/Leserbrief der BI „Mit Frosch auf Du und Du“ veröffentlicht wurde.
Wehe, wenn die von Holcim und ihren Gutachtern immer wieder versuchte Heile-Welt-Darstellung hinterfragt wird. Ich fordere den ZAK auf, unseren Artikel „Mit Frosch von Du zu Du“ in voller Länge zu veröffentlichen, bevor den BIlern tendenzielle Stimmungsmache vorgehalten wird. Der Leser soll selbst beurteilen, wer wann substanzlose Stimmungsmache macht und wer wen mit Falschinformationen füttert! Wir haben durchaus Fachexperten zum Tränkle Hochzeitsgrasfroschbild und dem verkrüppelten Kreuzkrötenbild befragt: „Ungewöhnlich ist allerdings die Kopfform. Ich habe so etwas selber noch nicht gesehen. Gibt es andere Aufnahmen von diesem Tier?“ Zitat: NABU Fachmann aus Freudenstadt.
Wir haben hierzu die Fragen an die Presse gestellt und dazu nun die einseitige Antwort „Zweifelhafte Methoden“ erhalten. Wenn besonders mir, aber auch anderen BI'lern falsche Behauptungen angedichtet werden, wehren wir uns gegen angeblichen hanebüchenen Unsinn, wenn es um Natur und Gesundheit geht. Ja, unser Hauptargument verlagert sich auch auf die angeblich falsch oder unzureichend gemessenen Schadstoffe aus Holcim-Kaminen. Zwischenzeitlich weiß jeder Autofahrer um die Gesundheitsgefährdung durch Stickoxide und Feinstäube, die Krebs und Allergien auslösen können. Wenn die Presse unsere Klage vor dem Verwaltungsgericht wegen 66,6 Prozent mehr Abfallverbrennung und deren Folgen, als substanzlose Nebenkriegsschauplätze einstuft, dann halten wir dem entgegen: Warum setzt sich die Presse nicht damit auseinander, dass es bisher im Zementwerk Dotternhausen noch nie eine Umweltverträglichkeitsprüfung gegeben hat? Für normale Menschen sind die Unmengen Luftschadstoffe schwierig erkennbar. Die Presse könnte aber leicht die Vergleiche zwischen einer großen Müllverbrennungsanlage und dem Zementwerk recherchieren und die Belastungen den Lesern einmal aufzeigen. Was eine katalysatorische Reinigung ist, ist ebenfalls zwischenzeitlich jedem bekannt. Stickoxide und andere Schadstoffe können um 50 bis 70 Prozent gesenkt werden. Genau da wollen die BI'ler hin.
In einem Entwurf einer öffentlich rechtlichen. Vereinbarung in den RP Akten steht: „Einsatz von SCR Technologie ab 1. Januar 2019 bei Ziffer 3: Holcim ist ferner verpflichtet, nach vorheriger Marktsondierung bis spätestens 30. Juni den Auftrag für die Lieferung der SCR Anlage an ein Unternehmen zu erteilen“. Wenn diese Forderungen, die nun die BI'ler tatsächlich einfordern oder die von allen Umweltverbänden abgegebene Stellungnahme (es muss aus Naturschutzgründe mit dem Kalksteinabbau Plettenberg an den Grenzen der Genehmigung 1977/82 Schluss sein), unlauter oder substanzlose Stimmungsmache ist, sollte jeder Leser sich selbst ein Bild machen können und dürfen, die Glaubwürdigkeit anderer in Frage zu stellen.
Norbert Majer, BM a.D.,
Schulstraße 22, Dotternhausen

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