„Gallier“ beenden beim Aufsteiger die Negativserie

19.02.2018

„Gallier“ beenden beim Aufsteiger die Negativserie

Der Bann ist gebrochen: Gegen den HC Rhein Vikings gelang dem HBW Balingen-Weilstetten am Samstag nach fünf Niederlagen in Folge endlich wieder ein Sieg. Das macht Mut beim kriselnden Zweitligisten.

von Niklas Frielingsdorf  

Nach der enttäuschenden Pleite gegen Hagen ging es für die „Gallier von der Alb“ in Düsseldorf auch um Wiedergutmachung. Die gelang zumindest, in einer torarmen Partie wurden die Rhein Vikings mit 22:12 besiegt.

Der vierte Auswärtssieg der Saison gelang dem HBW Balingen-Weilstetten bei den Rhein Vikings. Insgesamt kommen die Schwaben nach dem Erfolg nun auf 25:19 Zähler.
Der vierte Auswärtssieg der Saison gelang dem HBW Balingen-Weilstetten bei den Rhein Vikings. Insgesamt kommen die Schwaben nach dem Erfolg nun auf 25:19 Zähler. Foto: Eibner

„Auswärtssieg“, schallte es im Düsseldorfer Castello am Samstagabend lautstark aus dem Jubelkreis der Spieler des HBW Balingen-Weilstetten. Wenige Momente zuvor hatten sie mit einer überzeugenden Leistung souverän gegen den Aufsteiger HC Rhein Vikings gewonnen und somit nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge den Negativlauf gestoppt. Entsprechend war es ein Mix aus Freude, Zufriedenheit, aber auch Erleichterung, der bei den Gästen nach dem Schlusspfiff den Gemütszustand bildete.

„Nach der sehr enttäuschenden Heimniederlage gegen Hagen hatten wir zuletzt sicher keine besonders angenehme Situation“, erklärte HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel nach der Partie: „Umso schöner ist es, dass die Mannschaft heute einen tollen Auftritt gezeigt und endlich einmal wieder gewonnen hat. Der Sieg tut uns allen sehr gut.“ Und auch Trainer Jens Bürkle atmete erst einmal tief durch und fügte dann hinzu: „Ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Leistung, vor allem was die Abwehr- und Torhüterleistung angeht. Die Mannschaft hat heute von Anfang an einen großen Willen und eine tolle Reaktion auf die Heimniederlage gegen Hagen gezeigt – gerade in der Defensive.“

Genau die Abwehr der „Gallier“ war es auch, an der sich die Wikinger vom Rhein während der 60 Spielminuten zumeist die Zähne ausbissen. So ließ der HBW, bei dem Spielmacher Martin Strobel nach seinen Adduktorenproblemen zumindest phasenweise wieder Regie führte, bei einer eigenen 2:0-Führung erst in der 6. Minute den ersten Gegentreffer zu. Thomas Bahn sorgte nach acht Minuten zwar erstmals für einen Torjubel bei den Gastgebern, doch die Schwaben blieben am Drücker. Strobel markierte das 3:1, Alexander Oelze verkürzte noch mal (2:3/9.) – dann zogen die Gäste endgültig davon. Bis zur 21. Minute hatte der HBW seinen Vorsprung auf 8:2 ausgebaut. Diese Dominanz behielt das Bürkle-Team auch bis zum Seitenwechsel bei und hatte bei einer Acht-Tore-Pausenführung die Weichen bereits längst auf Sieg gestellt. Das Kollektiv funktionierte. „Ob Gretarsson, Mrkva, Flohr oder Saueressig – heute könnte ich jeden herausheben. Alle Jungs haben heute richtig stark gespielt. Auch wenn wir im Tempospiel sicher noch viel Luft nach oben haben“, erklärte Bürkle.

Doch obwohl in der Offensive gegen ebenfalls abwehrstarke Gastgeber vor 1080 Zuschauern noch nicht alles passte, konnte sich der HBW-Coach auch im zweiten Spielabschnitt entspannt zurücklehnen. Denn die Abwehr in Kombination mit dem gut aufgelegten Tomas Mrkva stellte die Rhein Vikings unverändert vor nahezu unlösbare Probleme. Entsprechend konnten die „Gallier“ ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Und spätestens als die Gäste aus einer 16:9-Führung (46. Minute) über einen Zwischenspurt dann sogar einen 20:9-Vorsprung machten, war die Partie sieben Minuten vor Schluss endgültig entschieden.

Das 22:12 wurde schließlich auch belohnt. „Jetzt dürfen sich die Jungs erst mal bis Montag freuen. Aber ab dann müssen wir uns konzentriert auf den kommenden Doppelspieltag mit unseren Spielen gegen Coburg und bei Elbflorenz vorbereiten. Gerade zu Hause haben wir ja noch etwas gutzumachen. Es wäre schön, wenn wir die Leistung auch auf die künftigen Spiele übertragen können“, sagte Strobel. Bürkle ergänzte: „So wie heute stellen wir uns das Spiel von der Defensive und der Einstellung her vor. Beides müssen wir mit in die nächsten Spiele nehmen. Das ist unser Auftrag.“

Aufatmen beim HBW Balingen-Weilstetten: Bei den Rhein Vikings konnten Jona Schoch (im Bild) & Co. am Samstag endlich wieder Zählbares verbuchen.
Aufatmen beim HBW Balingen-Weilstetten: Bei den Rhein Vikings konnten Jona Schoch (im Bild) & Co. am Samstag endlich wieder Zählbares verbuchen. Foto: Eibner

HC Rhein Vikings – HBW Balingen-Weilstetten: Teams & Tore

HC Rhein Vikings: Bozic (1. – 33. Minute, 14 Gegentore/8 Paraden), Moldrup (ab 33., 8/3); Thomas (3), Klasmann (3/1), Oelze (2), Handschke (2/1), Bahn (1), Pankofer (1), Weis, Gipperich, Aust, Artmann, Coric, Johnen, Hoße (n.e.), Kozlina (n.e.).

HBW Balingen-Weilstetten: Mrkva (1. – 53. Minute, 10 Gegentore/11 Paraden), Maggaiz (ab 55., 2/1); Gretarsson (7), Saueressig (4), Wagner (2), G. Thomann (2/1), Hausmann (1), Friedrich (1), Nothdurft (1), Runarsson (1), Strobel (1), Flohr, Schoch, Zobel, Foth, Dangers.

Spielfilm: 0:2 (5.), 1:3, 2:5, 2:7 (19.), 3:8, 4:10, 5:13 (28.), 6:14 – 7:15 (36.), 8:16, 9:17, 9:19 (50.), 10:20, 10:22, 11:22 (57.), 12:22.

Zuschauer: 1080.

Schiedsrichter: Dedens/ Geckert (Magdeburg).

Siebenmeter: 2/4:1/1 (Klasmann und Oelze scheitern an Mrkva/1. und 31.).

Zeitstrafen: 2:14 Minuten (Aust – Foth/2, Schoch/2, Strobel, Flohr, Hausmann).

Nächstes Spiel: HBW Balingen-Weilstetten – HSC Coburg (23. Februar, 19.45 Uhr, SparkassenArena).NF

 

Selbstbewusst in den Doppelspieltag

Balingen. Nach dem Erfolg gegen die Rhein Vikings wartet nun der nächste Doppelspieltag auf den HBW Balingen-Weilstetten. Zunächst ist der Zweitligist am Freitag zu Hause im Absteigerduell mit dem HSC Coburg gefordert (19.45 Uhr, SparkassenArena), am Sonntag müssen die Schwaben dann vor fremder Kulisse ran. Gegner ist dann der HC Elbflorenz (17 Uhr, BallsportArena Dresden), der sich am Freitag mit der SG BBM Bietigheim misst.lb

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