In ganz Europa steht die 112 für rasche Hilfe

Zollernalbkreis, 13.02.2018

In ganz Europa steht die 112 für rasche Hilfe

Zum Tag des Notrufs stellt die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Kreises die Statistik für das Jahr 2017 vor.

Das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und die EU-Kommission haben im Jahr 2009 aufgrund der im Datum enthaltenen Notrufnummer (11.2.) den 11. Februar zum jährlichen europäischen Tag des Notrufs 112 erklärt, um die europaweite Gültigkeit der Telefonnummer zu verdeutlichen.

Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle in Balingen.
Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle in Balingen. Foto: DRK-Kreisverband

Bei der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst im Zollernalbkreis sind im Jahr 2017 über 31.000 Notrufe über die Nummer 112 eingegangen. Im Durchschnitt dauerte ein Gespräch gerade mal eine Minute und zehn Sekunden. Rund 4000 Notrufe liefen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr auf.

„Insgesamt beläuft sich das Telefonaufkommen in der Leitstelle auf über 84.000 Anrufe“, informiert deren Leiter Alwin Koch. Die Feuerwehren mussten zu 270 Bränden ausrücken und konnten hierbei 27 Menschenleben retten. 199 Brände waren sogenannte Kleinbrände. Durch das rasche Eingreifen wurden größere Brandschäden verhindert.

Dies könne nur gelingen, weil in nahezu jedem Ortsteil eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr bestehe, informiert DRK-Pressesprecher Dietmar Dieter. „Zehn Minuten nach Eingang eines Notrufs ist im Zollernalbkreis das erste Feuerwehrfahrzeug an der Einsatzstelle“, erläutert Kreisbrandmeister Hermann. Zur technischen Hilfe, beispielsweise nach Unfällen, wurden die Feuerwehren 620 Mal alarmiert. Gerettet wurden 96 Menschen und 13 Tiere. Bei einem Brand kam für eine Person jegliche Hilfe zu spät.

Bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen mussten die Feuerwehren 17 Tote bergen. Die Rettungswagen rückten 16.000 Mal zu Einsätzen aus, davon in rund 5000 Fällen gemeinsam mit einem Notarzt. „Dabei steigen die Einsätze der Rettungswagen kontinuierlich an“, so der Vorsitzende Heiko Lebherz. So waren es im Jahr 2014 noch rund 14.000 Einsätze.

In Deutschland wurde Ende der 40er Jahre die Notrufnummer 112 eingeführt. Seit dem Jahr 1973 wird bundesweit eine einheitliche Technik eingesetzt, mit der es möglich ist, den Anrufer zurückzuverfolgen und Notrufe zwischen verschiedenen Notrufzentralen zu verbinden.

Seit 27 Jahren gilt die Notrufnummer 112 europaweit. In Jedem Staat der EU kann man über die 112 entweder die Polizei oder Feuerwehr und Rettungsdienst erreichen. Wer im Zollernalbkreis die Notrufnummer 112 wählt, wird sofort mit der Leitstelle in Balingen verbunden. Dort sind rund um die Uhr mindestens zwei Disponenten vom DRK-Kreisverband Zollernalb im Dienst. Sie sind ausgebildete Rettungsassistenten und Feuerwehrleute.

Die Kosten für die Leitstelle werden vom Landkreis für die Feuerwehren und von den Krankenkassen, als Kostenträger des Rettungsdienstes, jeweils zur Hälfte getragen.

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RTW als KTW auf abwegen!

Na hoffentlich ist der RTW wenn er benötigt wird dann nicht als KTW im Einsatz! Leider ist das immer wieder der Fall!

Stefan Kross, Albstadt am 13.02.2018 09:46:46

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