Wer will Flüchtlingspate werden?

Hechingen, 10.02.2018

Caritas sucht Flüchtlingspate

Der Caritasverband Zollern sucht Sprachlernhelfer und weitere Unterstützer, die Asylbewerbern mit Bleibeperspektive bei ihrem Neustart in Hechingen unter die Arme greifen.

 

Für Flüchtlinge gibt es in Deutschland Hürden, die zu meistern sind. Sei es beim Spracherwerb oder bei der Wohnungssuche, sei es bei Behördengängen oder bei der Suche nach einem Vereinsangebot. Gemeinsam sind solche Hürden leichter zu bewältigen. Deshalb hat der Caritasverband Zollern im Jahr 2016 in Kooperation mit dem Arbeitskreis Asyl Hechingen ein Patenprogramm gestartet.

Mechthild Uhl-Künzig mit einem Flüchtling aus Guinea, der einen Paten sucht.
Mechthild Uhl-Künzig mit einem Flüchtling aus Guinea, der einen Paten sucht. Foto: Caritas

Nun ist zwar die große Flüchtlingswelle vorbei, dennoch kommen weiterhin neue Flüchtlinge mit einer guten Bleibeperspektive nach Hechingen, die sich über eine Patenschaft freuen würden.

Ziel einer Patenschaft ist es, einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie zu begleiten, um den Neustart zu erleichtern. Die Paten bilden eine wichtige Brücke hinein in die Gesellschaft und fördern so ein gutes Miteinander.

Eine Patenschaft bedeutet jedoch nicht, dass man die Aufgaben des Sozialdienstes übernimmt. Dafür gibt es beim Caritasverband für das Dekanat Zollern unter anderem eine Ansprechpartnerin. Eine enge Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin ist dennoch unerlässlich, denn sie regelt und organisiert die Dinge, die vor allem mit den Behördengängen in Zusammenhang stehen.

Neben Paten werden auch Menschen gesucht, die gerne Sprachunterricht erteilen. Dabei geht es um die gesamte Palette von Alphabetisierung bis hin zu Sprachunterricht für Fortgeschrittene. Insbesondere die Frauen mit kleinen Kindern sind beim Spracherwerb gehandicapt, da sie bei fehlender Kinderbetreuung keinen Integrationskurs besuchen können. Es liegen gute Schulungsunterlagen vor, mit denen man sinnvoll arbeiten kann. Man muss kein ausgebildeter Pädagoge sein, um Geflüchtete beim Spracherwerb zu unterstützen.

Ferner sucht die Caritas auch Menschen, die eine besondere Fähigkeit haben, etwas gut können und dadurch den Alltag der Geflüchteten bereichern können. Denkbar sind beispielsweise Heimwerker, Musiker, Sportler oder jemand, der gerne näht.

Info Interessierte, die sich einbringen wollen oder weitere Auskünfte wünschen, können sich bei Mechthild UhlKünzig, Emailadresse: csd3@caritas-hechingen.de, Telefonnummer 07471/33210, melden.

 

So läuft eine Patenschaft ab

Verfahren Zunächst findet ein unverbindliches Vorgespräch mit Mechthild Uhl-Künzig statt, die die Patenschaften koordiniert. Gemeinsam wird besprochen, was der Pate machen möchte. Dann kommt es zu einem Erstgespräch mit dem Flüchtling oder der Flüchtlingsfamilie und einem Dolmetscher.

Im Erstgespräch wird auch darauf geachtet, ob die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt. Ebenso wird überlegt, in welchen Bereichen Unterstützung benötigt wird. Beides muss zusammenpassen. Beide Seiten können sich überlegen, ob sie eine Patenschaft möchten oder nicht.

Die Dauer einer Patenschaft ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Danach wird geprüft, ob die Patenschaft weitergehen oder beendet werden soll. Sollte es im Laufe der Patenschaft zu unbehebbaren Problemen kommen, kann die Patenschaft von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden.

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