Regionalverband: Plettenbergretter fordern Ortstermin

Dotternhausen, 28.11.2017

Plettenbergretter fordern Ortstermin

Die Abbaugegner wollen, dass die Verbandsversammlung am Dienstag die Regionalplanänderung vertagt.

Der Protest nimmt kein Ende: Nachdem sich die drei Bürgerinitiativen aus dem Schlichemtal, die gegen die geplante Süderweiterung des Plettenberg kämpfen, mit einem Schreiben an die Mitglieder des Regionalverbandes Neckar-Alb gewandt hatten, legen die Bürger für den verträglichen Kalksteinabbruch nochmals nach.

Plettenbergretter fordern Ortstermin

In einem neuerlichen Schreiben an den Verbandsvorsitzenden Eugen Höschele, den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und die Fraktionsvorsitzenden fordern sie erneut, dass der dritte Tagesordnungspunkt auf der heutigen Sitzung der Verbandsversammlung in Metzingen-Neuhausen, vertagt werden soll. Sie führen naturschutzrechtliche Gründe gegen die vorgesehene dritte Änderung des Regionalplans Neckar-Alb bezüglich des Plettenbergs ins Feld und sehen Hindernisse in der Rechtsmäßigkeit des Verfahrens gegeben.

Landrat Günther-Martin Pauli hatte am Freitag publik gemacht, dass die Verordnung des Landratsamtes Zollernalbkreis zur 3. Änderung der Verordnung des Landschaftsschutzgebiets „Großer Heuberg“ in Kraft tritt und für den Kalksteinabbau auf dem Plettenberg nur gut acht Hektar vorgesehen sind. Mit diesem Kompromiss wollen die Gegner nicht leben. „Da der Plan von Landrat Pauli den Abbau langfristig nicht stoppt und somit keine Lösung darstellt, rückt der angestrebte Dorffrieden in weite Ferne“, schreiben sie an die Regionalversammlung.

In dem Brief, den Siegfried Rall, Hans Ulrich Schmid, Helmut Gimbel und Franz Rebstock unterzeichnet haben, verlangen die Bürger, dass eine verkleinerte Fläche eine endgültige Lösung darstellen müsse. „Es darf keinen zweiten Erweiterungsschritt geben“, so die Forderung. Die Bürger für einen verträglichen Kalksteinabbau auf dem Plettenberg werfen dem Landrat Wortbruch vor. Er habe sich nicht an seine Zusage gehalten, dass er erst nach einer abschließenden Stellungnahme der Gemeinde Dotternhausen das Landschaftsschutzgebiets aufheben werde. Die in den Bürgerbegehren und in dem Bürgerentscheid zum Ausdruck gekommene Meinung der Mehrheit der Dotternhausener Bürger dürfe nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden. „Das lassen wird keinesfalls zu“, heißt es im letzten Absatz des Schreibens. Da rund 90 Prozent der Verbandsmitglieder die aktuelle Situation auf der Plettenberghochfläche nicht vertraut sein dürfte, könne der Verbandsversammlung ein Ortstermin zugemutet werden.

Ob die Verbandsversammlung auf diese Forderung eingehen wird, wird sich heute entscheiden. Die öffentliche Sitzung beginnt um 10 Uhr im Bindhof im Metzinger Stadtteil Neuhausen.

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Plettenbergabbau.

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