Plett
Ein gefährlicher Einsatzort: der brennende Steilhang auf dem Plettenberg. Foto: Feuerwehr
Ein gefährlicher Einsatzort: der brennende Steilhang auf dem Plettenberg. Foto: Feuerwehr
Ein gefährlicher Einsatzort: der brennende Steilhang auf dem Plettenberg. Foto: Feuerwehr
Ein gefährlicher Einsatzort: der brennende Steilhang auf dem Plettenberg. Foto: Feuerwehr

Zollernalbkreis , 31.12.2016

Trockene Böden bereiten Feuerwehr Sorge

Die Feuerwehren im Kreis sind angesichts der ausgetrockneten Waldböden und dürren Wiesen vor der Silvesternacht beunruhigt.

von Michael Würz, pz  

Bereits am Freitagnachmittag musste die Feuerwehr Dotternhausen zu einem Flächenbrand auf dem Plettenberg ausrücken. „Wir haben einen Pendelverkehr mit Löschfahrzeugen eingerichtet, um Wasser auf den Berg zu transportieren“, schildert Zugführer Peter Zinnecker den Einsatz. Helfer der Bergwacht mussten die Löschkräfte an dem gefährlichen Steilhang absichern. 

Einsatzkräfte der Feuerwehr Dotternhausen löschen den Flächenbrand am Steilhang. Foto: Feuerwehr
Einsatzkräfte der Feuerwehr Dotternhausen löschen den Flächenbrand am Steilhang. Foto: Feuerwehr

Zinnecker befürchtet, dass bei der derzeit guten Fernsicht viele auf dem Plettenberg Raketen und Böller abfeuern wollen. „In der ganzen Region sind die Böden ausgetrocknet,“ warnt ein Beamter der Polizei in Balingen.

Und Kreisbrandmeister Stefan Hermann appelliert an die Vernunft der Bürger: „Die Feuerwehr will kein Spielverderber sein, aber man muss die Regeln beachten und die Gebrauchsanweisungen lesen.“ Flächenbrände könnten sich in kurzer Zeit auf Wälder und Gebäude ausbreiten, warnt Hermann. Im Ernstfall: unbedingt die Feuerwehr rufen.

 

 

Mehr Polizei zum Jahreswechel

Auch die Polizei rüstet sich für den Jahreswechsel. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen seien deutlich mehr Beamte im Dienst als in den vergangenen Jahren, teilt die Pressestelle mit.

Es gebe zwar in den fünf Landkreisen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums keine Erkenntnisse auf Gefährdungen oder terroristische Anschläge, dennoch seien die Übergriffe in Köln und der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt bundesweit in die Sicherheitsplanungen mit eingeflossen und greifen auch in der Provinz.

So habe man beispielsweise während des Triberger Weihnachtszaubers das Aufgebot an Polizisten deutlich gesteigert. Auch in der Silvesternacht werde spürbar mehr Polizei auf der Straße sein. „Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich sicher fühlen“, betont der Pressesprecher. Mit ihrem verstärkten Einsatz wolle die Polizei Gefahrenherde rechtzeitig erkennen, um möglichst früh darauf reagieren zu können. Eine absolute Sicherheitsgarantie gebe es trotz aller Bemühungen aber nicht. Die Polizei rät, Verdächtiges oder Auffälliges sofort zu melden.

Kleiner Knigge für Silvester

Damit das Silvester-Feuerwerk ein besonderes Erlebnis wird, raten Feuerwehr und Innenministerium dazu, einige wenige Regeln zu beachten, um Haus oder Wohnung vor Bränden zu schützen.

So gehören Sonnenschirme, leere Kisten und Papierstapel an Silvester nicht auf Balkon oder Terrasse. Fehlgeleitete Feuerwerksraketen könnten diese entzünden. Auch ausgetrocknete Weihnachtsgestecke sollten nicht in Gefahrenzonen gelagert werden. Alles Brennbare rund ums Haus erhöht die Brandgefahr. Fenster, Dachluken und Türen sollten in der Silvesternacht geschlossen bleiben, damit keine Feuerwerkskörper ins Gebäude fliegen können.

Nach dem mitternächtlichen Feuerwerk empfiehlt sich ein Kontrollgang ums Haus und auf dem Grundstück. Dort könnten noch Reste von Raketen oder Böllern glühen. Wem das Abbrennen von Feuerwerk Freude bereitet, sollte sicherstellen, dass die Rakete ihre Schönheit am Himmel entfalten kann. In der Nähe von Krankenhäusern und Altenheimen ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern landesweit untersagt.

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