Dienstag, 29. Mai 2018 von Pascal Tonnemacher

Komm und schnapp' sie dir

Ein Großteil des Erziehungsstil bei den eigenen Kindern ist, zumindest bei mir, geprägt von eigenen Erfahrungen. Was fand ich gut von meinen Eltern, was schlecht? So pickt man sich das raus, was in Retrospektive wirklich sinnvoll war. Die eigenen Kinder sollen es ja möglichst sogar besser haben, als man es selbst hatte. Ein großes Thema unserer Zeit: Medienkonsum. Für Facebook, Instagram und Co. sind meine Kleinen, nicht nur laut AGB, noch zu jung. Was aber immer geht, ist bei schlechtem Wetter gemütlich auf dem Sofa fernzusehen. Natürlich nicht zu viel, am besten gar nicht, ist ja gar nicht gut für die Entwicklung und so. Wenn ich mich aber an meine Kindheit zurückerinnere, dann merke ich, dass bei uns nach der Schule und auch sonst Fernsehen quasi Pflichtprogramm war. Und so misslungen sind wir 90er-Kinder ja auch nicht. Pflichtprogramm am Nachmittag war – unter anderem – Pokémon. Etliche Stunden meines Lebens fraßen die kleinen Viecher, ob Fernsehserie, Sammelkarten oder am Gameboy. Die erste Folge der ersten Staffel der klassischen ersten Fernsehserie kennt mein Größter nun mit knapp drei Jahren auch (endlich). Möge er den Traum vom Pokémon-Trainer-Sein lange hegen. Denn ungleich vieler Kritiker (die die Serie wohl nie gesehen haben) gibt es für Kinder viel über Zusammenhalt, Freundschaft, Enttäuschung und das Leben zu lernen. Ja, ein kleiner Teil des Erziehungsstils ist auch, etwas des vermeintlichen Quatsches weiterzugeben, den man selbst geliebt hat – und der einem auch nicht per se das Leben versaut.

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Samstag, 24. März 2018 von Pascal Tonnemacher

Und, was sammeln Sie?

Ob Steine, Autos, Briefmarken oder Schuhe: So gut wie jeder sammelt im Laufe seines Lebens. Das behaupte ich aus Erfahrung. Mein Opa sammelte unter anderem unzählige Bierdeckel, mein Vater kleine Spielzeuglastwagen. Ich selbst gab als Kind und Jugendlicher Unsummen für Fußball-Aufkleber aus. Sammeln macht Spaß, kann entspannen und ein tolles Hobby sein. Die Kollegen in Ulm, die die Mantelseiten des ZOLLERN-ALB-KURIER liefern, widmen sich deshalb ab heute in ihre Redaktionsserie verschiedenen Sammelleidenschaften. Auch wir würden gerne von den Sammelleidenschaften unserer Leser berichten. Wenn Sie Lust darauf haben, dann melden Sie sich telefonisch in den Redaktionen oder per E-Mail unter zak@zak.de und erzählen Sie uns, was Sie sammeln oder gesammelt haben.

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Freitag, 12. Januar 2018 von Pascal Tonnemacher

Eine Lüge der Kindheit

Uno!“ – „Uno, Uno!“ Das beliebte Kartenspiel Uno hat wohl schon so manchen verregneten Sonntagnachmittag gerettet. Ebenso wird das Spiel – wenn zu ernst angegangen – Freundschaften zerstört haben. Vor allem die „Zieh Vier Farbenwahlkarte“ des Sitznachbars bringt Spieler in jeder Situation zur Weißglut und Verzweiflung. Nun hat sich in den vergangenen Tagen herausgestellt: Wir haben Uno wohl unser Leben lang falsch gespielt! Denn die Spielregeln sind wohl doch nicht so einfach gewesen wie immer gedacht: Die „Zieh Vier“ darf nämlich laut offiziellem Regelwerk nicht immer gelegt werden. Uno-Hersteller Mattel legt Wert darauf, dass der Spieler die Karte nur dann legen darf, wenn er keine andere Karte in der Farbe des Ablegestapels legen kann. Stimmt die Zahl oder hat man eine andere Aktionskarte, müssen diese erst gelegt werden. Es kann aber geblufft werden. Der Gegenspieler kann die Hand kontrollieren. Hat er Recht, muss man selbst vier Karten ziehen – er ansonsten ganze sechs. Außerdem: Hat man die „Zieh vier“ schon zu Beginn , muss sie zurückgelegt werden.

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Freitag, 5. Januar 2018 von Pascal Tonnemacher

Wer fälscht am besten?

Heutzutage vertrauen wir Landkarten geradezu blind. Ein kritischer Blick war jedoch in den vergangenen Jahrhunderten besonders wichtig. Denn damals wurden oftmals aus wirtschaftlichen oder militärischen Gründen Karten gefälscht. Es wurde verzerrt, wichtige Orte verschwanden, Militär-Flughäfen wurden als landwirtschaftlichen Nutzflächen deklariert – und das geschah, da es präzise Vermessungen gab, meistens mit voller Absicht.

Kurios oder gar witzig wird es in zwei historischen Fällen: Europäische Einwanderer in Australien versuchten beispielsweise neue Arbeitskräfte aus der Heimat zu ködern. Sie verschickten dazu Fantasiekarten. So wurde der karge Kontinent als ein Land voller großer Flüsse, Seen und Wälder dargestellt. In Wirklichkeit war dort überall Wüste. Und damit Pioniere Investoren gewinnen konnten, verschickten auch sie gefälschte Karten. Die Seewege rund um Amerika waren darin als geöffnet eingezeichnet – auch wenn dort eigentlich eine Eislandschaft war. Trotz Google und Satelliten gibt es noch heute versteckte Orte, sagte der verstorbene Kartograf Kurt Brunner. Auch Kartendienste fälschen bewusst: Sie platzieren Fallenstraßen, die es nicht gibt, um so Fälscher zu überführen, die Karten kopieren.

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Donnerstag, 28. Dezember 2017 von Pascal Tonnemacher

Alexa, übersetze!

Sprachassistenten und künstliche Intelligenz: Amazons Alexa, Google Home und Co. sind die Zukunft. Sie nehmen Arbeit ab, machen das Leben noch komfortabler und lernen sogar dazu. In dieser Hinsicht hat meine Alexa zu Hause manchmal noch Luft nach oben. Wir benutzen nämlich ihre Listen-Funktion, um eine immer aktuelle Einkaufsliste zu haben. „Alexa, füge Käse der Einkaufsliste hinzu!“ lautet dafür das Kommando. Meistens kapiert sie das auch und antwortet mit: „Okay, ich habe Käse der Einkaufsliste hinzugefügt!“

Witzig wird es dann, wenn ihr das Wort noch nicht geläufig ist und sie fantasiereich sinnlose Wortaneinanderreihungen auf die Einkaufsliste setzt: „Frag let's käse“, „back weg klee“, „Wohnen und Mainz“.

Wir machen ein Quiz daraus: Haben Sie erkannt, was wirklich auf der Einkaufsliste stehen sollte, dann schicken Sie mir eine E-Mail mit Ihrer Adresse und der Lösung an pascal.tonnemacher@zak.de. Die erste komplett richtige Lösung wird mit einer Kleinigkeit per Post belohnt!

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