Mittwoch, 5. Dezember 2018 von Andreas Westerhausen

Unbeschäftigte?Blinklichter

Zugegeben, ich bin auch kein Held beim Blinken. Aber ich versuche, mich wenigstens an rudimentäre Regeln zu halten wie etwa blinken beim Verlassen des Kreisverkehrs oder abbiegen von der Vorfahrtstraße.

Fahre ich jedoch über Land, dann legt sich der Verdacht nahe, dass die europäischen Autobauer in der Grundausstattung den Fahrtrichtungsanzeiger nicht mehr vorsehen und viele Autofahrer auf diese Feature verzichten. Wofür braucht man ein Blinklicht, wenn es das Bremslicht auch tut?

Inzwischen gehört es zu meinem Erfahrungsschatz, einmal kurz Bremsen bedeutet, der vor mir überlegt, ob er abbiegt. Zwei mal kurzes Bremen soll dem anderen Verkehrsteilnehmer vermitteln: Achtung, ich biege jetzt gleich ab. Und dies alles, obwohl der Fahrlehrer einen in unzähligen Fahrstunden in dem richtigen Gebrauch des Fahrtrichtungsanzeigers unterwiesen hat. Aber vielleicht setzt sich Bremsen ja als neue Fahrtrichtungsänderungsregel im Straßenverkehr durch. Nichts für ungut, ich gelobe Besserung und bemühe mich den unterbeschäftigten Fahrtrichtungsanzeiger, alias Blinker, nach den geltenden Verkehrsregeln einzusetzen.

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Dienstag, 14. August 2018 von Andreas Westerhausen

Kräuterbuschen gegen Unheil

Morgen ist es wieder soweit: In katholisch geprägten Gegenden wird an Maria Himmelfahrt (15. August) der Kräuterbuschen in der Kirche geweiht. Unterschiedlich ist die Anzahl der Kräuter, die in einen Kräuterbuschen gehören. Immer handelt es sich jedoch um eine symbolträchtige Zahl, sei es sieben, neun, zwölf oder ein Vielfaches davon.

In früheren Zeiten kam der Kräuterbuschen getrocknet in den Herrgottswinkel und sollte dort vor Unheil und Krankheit schützen. Im Stall angebracht soll er das Vieh vor Krankheit schützen. Bei herannahendem Gewitter oder Sturm wurden Teile davon verbrannt, um vor Blitz und Unglück zu schützen.

Die Zeit zum Stecken der Kräuter ist gut gewählt, gilt die Zeit zwischen Maria Himmelfahrt und dem 15. September seit alters her als „Frauendreißiger“. In diesem Zeitraum besitzen die Kräuter die meisten Inhaltstoffe und sind somit am wirksamsten. Die gesammelten Kräuter halfen den Familien, um gut über den Winter zukommen.

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Mittwoch, 7. Februar 2018 von Andreas Westerhausen

Frühling,?er ist es . . .

Bis jetzt fand der Winter nur tagesweise statt. Die, für einen eigentlichen Winter, warmen Temperaturen sorgten dafür, dass Mitte Januar die ersten Bienen unterwegs waren. Die milden Witterungsbedingungen führten dazu, dass schon Ende Januar die ersten Frühlingsblüher ihre Blüten aus dem Boden streckten. Und nun jeden Tag Nachtfrost. Die Glocken der Schneeglöckchen traurig auf dem Boden liegen. Und ohne schützende Schneedecke die gelben Blütenköpfe der Winterlinge erbärmlich frieren. Die vorwitzigen Blüten können einem Leid tun.

Aber vielleicht hat der Nachtfrost ja auch was Gutes. Könnte es doch sein, dass nicht alle Schneckeneier zu Schnecken werden. Und den Blumen sollte man beibringen, dass es trotz Klimaerwärmung noch Winter ist. Wer allzu schnell den phänologischen Kalender durcheinander bringt, muss sich nun in frostiger Geduld üben – bis zum Frühling.

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Mittwoch, 13. Januar 2016 von Andreas Westerhausen

Wenn der erste Schnee fällt

Kaum ist der erste Schnee gefallen und bleibt auf der Straße liegen, geht im Straßenverkehr nichts mehr. Keine Frage, bei diesen Witterungsbedingungen ist es erforderlich, seine Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen, das heißt aber nicht, mit seinem Auto über die Straße zu kriechen. Wer Angst hat bei dieser Witterung Auto zu fahren, sollte zu Hause bleiben oder auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen. Denn er tut sich und den anderen Verkehrsteilnehmern keinen Gefallen, wenn er sich bei Schnee und Eis im Schneckentempo über die Straße bewegt.

Apropos Eis – häufiges Bremsen fördert die Eisbildung. Aber dies scheint sich noch nicht bei allen Verkehrsteilnehmern herumgesprochen zu haben. In diesem Sinne keinen „guten Rutsch“ sondern sicheres Ankommen.

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Mittwoch, 5. August 2015 von Andreas Westerhausen

Wenn Schnecken Hunger haben

Egal ob das Wetter trocken oder feucht ist, Schnecken können schon zur Plage werden. Dann stellt sich für den Gärtner die Frage, wie er darüber Herr wird. Einsammeln und an anderer Stelle aussetzen hat sich nicht bewährt, da das Schadensereignis nur kurzfristig verlagert wird. Die Schnecken an Ort und Stelle salzen hinterlässt auf den Beton- und Steinplatten hässliche Salzausblühungen. Sie im Eimer zu sammeln und anschließend mit kochendem Wasser oder Salz zu überschütten ist auch nicht gerade eine appetitliche Angelegenheit.

Auch das Ausbringen von Bierfallen ist eher kontraproduktiv. Zwar sehr wirksam, aber die Duftstoffe locken die Schnecken aus der ganzen Umgebung an. So dass manchmal mehr Schnecken da sind als vorher. Ich persönlich hab mich für die Teilungsmethode entschieden. Zum einen ist sie überall anwendbar, zum anderen können die Überreste von Igeln oder anderen Schnecken entsorgt werden. Apropos andere Schnecken. Weinbergschnecken treten nicht in der Populationsdichte wie Nacktschnecken auf und lassen normalerweise gesunde Pflanzen in Ruhe. Dann ist da noch die eingewanderte Tigerschnecke. Sie soll bei der Bekämpfung der Nacktschnecken hilfreich sein. Doch gesicherte Erkenntnisse gibt es noch nicht.

Kürzlich kaufte ich auf dem Markt rote Salatpflänzchen. Die Verkäuferin versicherte mir, dass sie in ihrer Gärtnerei die Erfahrung gemacht haben, das Schnecken die roten Sorten meiden. Dies scheint sich bis zu den Schnecken in meinem Garten nicht rumgesprochen zu haben. Jetzt schützt Schneckenkorn die letzten Überlebenden der nächtlichen Attacke.

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wenn Schnecken Hunger haben

Gute Recherche, für weitere Studien:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartentipps/00546.html

Ursula Schwarz, Rosenfeld am 05.08.2015 13:41:46
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