Freitag, 6. Februar 2009

Die Macht des Geldes

Ach, wäre es nicht schön? Der sommer-schnittige Freiluft-Flitzer neben der luxuriösen Alltags-Limousine und dem wintertauglichen Geländewagen in der Garage der Halbhöhenlage-Villa; die schneeweiße Motorjacht im Hafen von St. Tropez und die restlichen Millionen sicher auf einem Konto in der Schweiz. Viel Geld – keine Sorgen!? Die Lotto-Jackpots, mittlerweile auch in Deutschland längst in Schwindel erregenden Höhen nach amerikanischem Vorbild, entfachen bei Millionen regelmäßig die Träume nach den Millionen. Erst dieser Tage wieder hat Fortuna die Zahl der deutschen Millionäre um zwei wachsen lassen. Sie können sich nun alle materiellen Dinge leisten. Ob sie deswegen glücklicher sind, ist allerdings eine berechtigte Frage. Vielmehr, so zeigt sich immer wieder, sorgt der plötzliche und unverhältnismäßige Reichtum für neue, sehr ernste Probleme. Nicht wenige der Beglückten katapultieren sich euphorisch in Sphären, verharren dort Monate oder Jahre im Exzess und stürzen danach besonders tief. Und hart. Vom monetären Reichtum bleibt oft nur ein neu gewonnener Reichtum an Lebenserfahrung. Aber ein solcher ist ja auch unbezahlbar.

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Donnerstag, 5. Februar 2009

Die „Promis“ haben's schwer

Sie werden von „Paparazzi“ gehetzt und müssen in Illustrierten lesen, was sie gern zum Frühstück essen. Sie können nirgends hingehen, ohne von Autogrammjägern bedrängt zu werden. In ständiger Angst um ihre „Privatsphäre“ trauen sich manche von ihnen kaum noch aus dem Haus. Promis haben's schwer... Und so nehmen sie in TV-Talkshows in Sachen Medienschelte auch normalerweise kein Blatt vor den Mund und klagen über ihre Not. Nun kann man von Jürgen Drews halten, was man will. Eines muss man dem „König von Mallorca“ allerdings lassen. Er vermarktet sich perfekt. Frei nach dem Motto: Lieber mit Peinlichkeiten in den Schlagzeilen als gar nicht in den Schlagzeilen. Dafür, dass er dies – statt munter über seine Leiden als „Star“ drauflos zu heucheln – jüngst im „Nachtcafé“ bei Wieland Backes frank und frei zugab: Hut ab! Soviel Ehrlichkeit macht ihn fast schon sympathisch – und ist zugleich bestimmt auch wieder die eine oder andere Schlagzeile wert.

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Mittwoch, 4. Februar 2009

Schwere Zeiten für Nichtnarren

In Rottweil geboren, der Opa eine Obernheimer Hex’ und schon im Kinderwagen als Bajazz mit „uff d’Gass“ – wenn das mal keine guten Voraussetzungen sind, jedes Jahr aufs Neue mit großer Begeisterung ins Häs zu schlüpfen. Und so klappere ich mit meiner Zunft selbstverständlich auch sämtliche Narrentreffen und Brauchtumsabende ab.

Auch am vergangenen Wochenende. Erzingen war an der Reihe, zum allerersten Mal. Die Premiere ist mehr als geglückt. Was die „Pflommasäck“ als (noch) Gastzunft für den Zollernalb-Ring auf die Beine gestellt haben, verdient hohe Anerkennung. Die Stimmung war top, das Volk machte begeistert mit.

Fasnetsmuffeln stehen nun noch schwerere Zeiten bevor. Jetzt wird richtig aufgedreht, bevor es dann in der letzten Februar-Woche in den Endspurt geht. Dann ist wieder ein Jahr Ruhe. Eigentlich. Wenn da nicht die Unsitte wäre, dass einige Zünfte bei Hochzeiten in voller Maskerade Spalier stehen. Nach Aschermittwoch gehören Larve und G'schell wieder in die Truhe – bis Dreikönig.

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Dienstag, 3. Februar 2009

Warum schaffen wir das nicht?

Groß waren sie und prächtig, mit breiten Boulevards und beeindruckenden Gebäuden, die Städte des Perserreiches. Müde doch fasziniert schaute ich jüngst eine Sendung über alte Zivilisationen, über deren Kultur und Lebensweise. Was Menschen vor tausenden von Jahren doch zu leisten imstande waren.

Die Perserkönige beispielsweise seien zwar mächtige Despoten gewesen, dennoch habe in ihrem Staat eine geradezu multikulturelle Vielfalt und – für damalige Verhältnisse – große Freiheit geherrscht. Besonders beeindruckt aber haben mich die viele Kilometer langen Wasserleitungen, die die Perser vom weit entfernten Gebirge in ihre Städte bauten. Und: Diese Wasserleitungen werden auch heute noch benutzt – rund 2 500 Jahre später.

Das wollte mir alles irgendwie nicht mehr aus dem Kopf. Das und die Frage: Warum bekommen wir, die wir uns doch für so fortschrittlich und hoch technisiert halten, das heute nicht mehr hin?

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Samstag, 31. Januar 2009

Auch das noch. . .

Wir müssen reagieren. „Von Tag zu Tag“ wurde es dringlicher. Unser über Jahre hinweg zuverlässiger Anbieter unserer Kalenderdaten auf dieser Seite bereitete uns immer mal wieder Kummer. Uns - und vor allem Ihnen, unseren Lesern. Mal mit Daten, mal mit Fakten, mit Namenstagen und nicht selten mit der unpassenden Rezeptempfehlung zur unpassenden Zeit, sprich Sauerkraut im Hochsommer. Und außerdem waren wir der Überzeugung, an dieser Stelle Neues anzubieten, und gleichzeitig an Bewährtem festzuhalten: Todestage, Geburtstage großer Menschen dürfen, ja müssen sein. Wir wollen ihnen ein Andenken bewahren. Aber auch Jahrestage großer, erfreulicher oder unerfreulicher geschichtlicher Ereignisse, sie müssen sein. So entnehmen wir es auch den zahlreichen Leserzuschriften zu dem Thema. „Auch das noch . . .“ gehört künftig zu unserem kleinen Kalenderblatt „Von Tag zu Tag, an dieser Stelle. Ab Montag geht's los. Wir sind gespannt, wie es Ihnen gefällt. Lassen Sie es uns wissen.

Wir reagieren auch auf Anregungen einiger Leser, unser Geistliches Wort, der samstägliche Beitrag der Pfarrer, Pfarrerinnen und Seelsorger aus dem Zollernalbkreis, wieder an gewohntem Platz auf der Balinger Seite erscheinen zu lassen. Und selbstverständlich, wie könnten wir auch anders angesichts der überaus zustimmenden Resonanz, pflegen wir auch weiterhin unser tägliches „Tagebuch“. Wir wünschen Ihnen viel Lese-Vergnügen dabei.

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